Welche Mittel helfen wirklich gegen Fußpilz?

Fußpilz-Hausmittel sind populär, aber wirkungslos. Ob Sie zu Teebaumöl, Essig oder Backpulver gegen Fußpilz greifen: Den Erreger bekämpfen Sie damit nicht. Viel ratsamer ist es, auf eine Therapie mit einem Präparat zu setzen, das z.B. auf Bifonazol basiert und dessen Wirksamkeit wissenschaftlich nachgewiesen ist.

Wenn Sie an Fußpilz erkranken, stoßen Sie im Internet auf viele Fußpilz-Hausmittel, die angeblich schnell und gründlich wirken. Auch Freunde und Verwandte raten zu fragwürdigen Behandlungsmethoden, um den Fußpilz schnell wieder loszuwerden. Allerdings erweisen sich diese Therapievorschläge als wenig hilfreich, denn sie bekämpfen nicht die Ursache der Erkrankung. Den Fußpilzerregern können sie nicht wirklich etwas anhaben.

Hausmittel gegen Fußpilz – eine gute Alternative gegenüber bewährten Medikamenten?

Zugegeben, die Vorstellung, gegen Fußpilz ein Hausmittel einzusetzen, ist zunächst sehr verlockend. Schließlich sind die dafür infrage kommenden Stoffe preiswert, leicht verfügbar und meist sowieso schon daheim vorhanden. So ersparen sich Betroffene den Weg zum Arzt oder in die Apotheke. Doch Vorsicht ist geboten: Hausmittel erfüllen leider meist nicht die in sie gesetzten Hoffnungen. Zwar sind die Anwendungen in aller Regel für sich betrachtet harmlos, doch sie verzögern häufig den Beginn einer wirksamen Therapie. Wer hartnäckig auf Fußpilz-Hausmittel setzt statt wirksame Medikamente anzuwenden, läuft Gefahr, die Hauterkrankung zu verschleppen. Tipp: Experimentieren Sie am besten gar nicht erst mit Hausmitteln gegen Fußpilz herum und entscheiden sich von Anfang an für ein wirksames Medikament aus der Apotheke.

Welche Hausmittel gegen Fußpilz gibt es?

Wenn es darum geht, Fußpilz mit Hausmitteln zu bekämpfen, sind der Fantasie und dem Erfindungsgeist nahezu keine Grenzen gesetzt. Insbesondere der Küchenschrank und die Vorratskammer stellen dabei eine nahezu unerschöpfliche Quelle an Zutaten dar, mit denen Betroffene eine Behandlung von Fußpilz versuchen. Besonders beliebt sind Essig, Backpulver und Teebaumöl.

Essig gegen Fußpilz

Essig soll, direkt auf die betroffenen Stellen mehrmals am Tag aufgetupft oder in Form von Fußbädern, Fußpilz schnell bekämpfen. Anhänger dieser Therapie verwenden Essig, der einen Säuregehalt von mindestens 25 % besitzt. Die Essig unterstellte Wirksamkeit gegen Fußpilz basiert auf der Vermutung, dass die Erreger Säure nicht vertragen. Doch leider versagt dieses Fußpilz-Hausmittel regelmäßig, sodass die Beschwerden trotz Behandlung hartnäckig bestehen bleiben. Außerdem besteht auch die Gefahr, dass die im Essig enthaltene Säure die entzündeten Hautstellen zusätzlich reizt.

Fußpilz mit Teebaumöl bekämpfen

Teebaumöl steht als Fußpilz-Hausmittel hoch im Kurs. Es enthält ätherische Öle, die Fußpilzerreger wirksam bekämpfen sollen. Mehrmals täglich auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen, soll es zu einer schnellen Linderung der Beschwerden führen. Im Internet finden sich auch Anwendungsempfehlungen, die zu Fußbädern mit Teebaumöl raten. Vereinzelt lesen Ratsuchende sogar den Tipp, jeden Tag ein paar Tropfen Teebaumöl in Wasser aufgelöst zu trinken. Doch für welche Behandlungsform sich Betroffene auch entscheiden – keine erfüllt die in sie gesetzten Erwartungen. Teebaumöl tötet Pilze nicht ab, sodass diese Therapien absolut nicht empfehlenswert sind.

Backpulver gegen Fußpilz

Wer gegen Fußpilz Hausmittel einsetzt, greift auch oft zu Backpulver. Die Idee, die hinter dieser Alternativtherapie steckt, hört sich einleuchtend an: Die Fußpilzerreger vermehren sich bevorzugt in einer feuchten Umgebung. Indem Betroffene Backpulver auf die befallenen Hautpartien streuen, sorgen sie für ein trockenes Klima und entziehen so den Pilzen die Lebensgrundlage. Nur leider funktioniert diese Behandlung in der Praxis nicht. Der Fußpilz erweist sich stets als zu hartnäckig, als dass er auf diese Art der Therapie ansprechen würde.

Weitere Fußpilz-Hausmittel

Auch verschiedene Kräuter, darunter Salbei und Kamille, sollen eine heilsame Wirkung bei Fußpilz haben. Ob direkt aufgetragen oder als Fußbad angewendet: Einen pilzabtötenden Effekt entwickeln diese Pflanzen nicht. Das Gleiche gilt für schwarzen Tee.

So behandeln Sie Fußpilz effektiv

Während es für Fußpilz-Hausmittel keinerlei wissenschaftlichen Wirkungsnachweis gibt, sind die Behandlungserfolge von Medikamenten durch umfangreiche Studien belegt. Viele Cremes, Salben, Sprays und Puder, die Fußpilz wirksam bekämpfen, bekommen Sie sogar ohne Rezept in der Apotheke. Sehr empfehlenswert sind Breitband-Präparate, die sämtliche relevanten Erreger von Fußpilz bekämpfen. Mit diesen Medikamenten gehen Sie auf Nummer sicher, dass Sie den Verursacher Ihrer lästigen Beschwerden bekämpfen. In dieser Hinsicht bewähren sich Präparate, die z.B. Bifonazol enthalten. Besonders empfehlenswert ist eine Behandlung auf Bifonazol-Basis in Form einer wasserfesten Creme. Diese tragen Sie nur einmal am Tag auf. Neben der antimykotischen Wirkung bekämpfen Sie mit einer solchen Creme auch Rötungen und Hautreizungen. Auch andere Antimykotika entwickeln eine hochwirksame fungistatische Wirkung, mit der sie eine weitere Ausbreitung des Fußpilzes verhindern. Schon nach wenigen Tagen konsequenter Behandlung bemerken Sie meist eine deutliche Linderung der Fußpilz-Symptome. Der Juckreiz und die Rötung lassen spür- und sichtbar nach. Bereits nach Ablauf von etwa drei Wochen kommt es in der Regel zu einem Abklingen der Erkrankung, wenn Sie frühzeitig mit der Therapie begonnen haben.

Tipp: Die weite Verbreitung von Hausmitteln gegen Fußpilz ist auch der Tatsache zu verdanken, dass viele Betroffene aus falscher Scham nicht mit ihrem Arzt oder Apotheker über das Problem sprechen möchten. Doch diese Angst vor einem Beratungsgespräch ist völlig unbegründet: Fußpilz ist extrem weit verbreitet, jeder Dritte erkrankt mindestens einmal im Leben daran. Außerdem hat diese Hautkrankheit nichts mit Unsauberkeit zu tun. Fassen Sie sich also ein Herz und sprechen Fußpilz offensiv an, um sich wirksame Medikamente verordnen zu lassen!

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Letzte Änderung: 25.01.2017

Pflichtangaben

Canesten® GYN Once Kombi, Canesten® GYN 3-Tage Kombi, Canesten® GYN 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete Kombipackungen: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide und Schamlippen durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien. Anwendungsgebiete 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien.
Hinweis für die Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Canesten® Extra Nagelset
Anwendungsgebiete: Zur nagelablösenden Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel an Händen und Füßen mit gleichzeitiger gegen Pilze gerichteter (antimykotischer) Wirkung.
Hinweis: Enthält Wollwachs. Bitte Packungsbeilage beachten!

Canesten® Extra Creme
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände (einschließlich der Behandlung eines freigelegten Nagelbettes in Folge einer Nagelsubstanz auflösenden Nagelpilztherapie); Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen.

Canesten® Extra Spray
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände; Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen. Hinweis: Das Spray nicht gegen Flammen oder auf glühende Gegenstände sprühen. Von Zündquellen fernhalten – nicht rauchen. Die Spraylösung ist aufgrund des Ethanolgehaltes leichtentzündlich.

Canesten® Creme und Spray
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut (bei Creme zusätzlich: und Schleimhaut), verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere, wie Malassezia furfur, sowie Hautinfektionen durch Corynebacterium minutissimum.
Hinweis für Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.
Hinweis für Spray: Enthält Propylenglycol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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