Nagelpilz erkennen – Ursachen, Symptome, Risikogruppen

Schöne Nägel an Händen und Füßen gehören für viele Menschen unbedingt zu einem gepflegten Erscheinungsbild dazu. Umso größer ist der Leidensdruck, wenn ein Nagelpilz für unschöne optische Veränderungen sorgt. Aber Nagelpilz ist gut behandelbar – und je früher Sie damit anfangen, desto besser.

Nagelpilz tritt als Fußnagelpilz oder Fingernagelpilz auf, wobei die Erreger jeweils dieselben sind. Dabei kommen verschiedene Arten von Pilzen infrage. Um welchen Pilz es sich im konkreten Fall handelt, kann nur ein Arzt feststellen. Dazu müsste er in einem aufwendigen Verfahren eine Pilzkultur anzüchten und diese untersuchen. Allerdings spielen für die Bekämpfung einer Infektion mit Nagelpilz die Ursachen eine untergeordnete Rolle, denn moderne Medikamente gegen Nagelpilz wirken gegen alle drei Erregerarten. Dabei kann es sich um folgende Pilzsorten handeln:

  • Fadenpilze, sogenannte Dermatophyten, sind für etwa 90 % der Nagelpilzinfektionen verantwortlich.
  • Die zweite Gruppe sind die Hefepilze, die etwa 5 bis 10 % der Infektionen verursachen. Meist handelt es sich hier um Vertreter der Candida-Familie.
  • Und schließlich kommen auch bestimmte Schimmelpilze infrage. Sie machen jedoch nur einen Anteil von bis zu 5 % aus.

Auf welchen Wegen erfolgt die Ansteckung mit Nagelpilz?

Die Ansteckung mit Nagelpilz erfolgt von Mensch zu Mensch, wobei hierfür kein direkter Kontakt mit der infizierten Stelle erforderlich ist. Die winzigen Sporen lauern überall, besonders jedoch in feucht-warmen Umgebungen. Saunen, Schwimmbäder, Turnhallen und Gemeinschaftsduschen sind deshalb häufig Orte der Ansteckung. Wer hier barfuß läuft, riskiert den Befall durch einen Fußnagelpilz. Möglich ist auch, dass ein infiziertes Familienmitglied die anderen ansteckt, indem es barfuß durch die Wohnung läuft oder dieselben Handtücher und Nagelpflege-Utensilien benutzt. Da Fußnagelpilz und Fingernagelpilz durch dieselben Erreger verursacht werden, ist es auch möglich, dass sich der Pilz von einem Familienmitglied mit infizierten Fußnägeln über die gemeinsam benutzte Nagelschere auf die Fingernägel eines anderen Familienmitglieds überträgt.

Gibt es besonders anfällige Menschen für Nagelpilz?

Ja. Besonders empfänglich für einen Fußnagelpilz ist zunächst einmal jeder, der bereits unter Fußpilz leidet, denn dieser greift nicht selten auf die Nägel über. Eine Fußpilzinfektion sollte deswegen immer schnellstmöglich behandelt werden.
Die Ansteckungsgefahr für einen Fingernagelpilz steigt, wenn die Nägel

  • oft in Gummihandschuhen stecken, deren feucht-warmes Klima ideal für Pilze ist
  • mit künstlichen Nägeln beklebt werden, deren Kleber einen Nährboden bietet
  • allzu häufig mit acetonhaltigen Mitteln behandelt werden, die die Struktur schädigen können.

Außerdem gilt generell ein erhöhtes Nagelpilz-Risiko für alle Menschen, deren Hände und/oder Füße schlecht durchblutet sind: Raucher, Diabetiker und ältere Personen. Ferner zählen Leistungssportler und Menschen mit einem schwachen Immunsystem zu den Risikogruppen.

Wie sieht Nagelpilz aus?

Verschieden verfärbte Nägel

Nagelpilz zu identifizieren ist gar nicht so leicht. Vor allem im Anfangsstadium übersehen viele Betroffene die Anzeichen des Pilzbefalls. Sie werden erst dann aufmerksam, wenn die Infektion bereits weit vorangeschritten ist. Je früher Sie jedoch mit einer Behandlung beginnen, desto weniger kann er sich bis in das Nagelbett ausbreiten. Bei einer unbehandelten Infektion wiederum besteht die Gefahr, dass der Nagel komplett zerstört wird und sich der Zeh oder Finger ringsum entzündet.

An diesen Anzeichen können Sie Nagelpilz erkennen

Der Befall mit Nagelpilz beginnt meist am seitlichen Nagelrand. Es kommt stellenweise zu einer leicht gelblichen oder bräunlichen Verfärbung und Eintrübung des Nagels. Beschwerden treten zunächst nicht auf. Wenn Sie jedoch nicht bereits bei den ersten Symptomen mit der Behandlung beginnen, wandert die Infektion den Nagel hinunter in Richtung Nagelwall. Die betroffenen Bereiche des Nagels werden spröde, lösen sich vom Nagelbett und beginnen zu bröckeln. Erfolgt auch jetzt keine Behandlung, drohen der Verlust des Nagels und eine Ausbreitung der Infektion.
Wenn die folgenden Punkte auf Sie zutreffen, sollten Sie regelmäßig und sorgfältig Ihre Nägel untersuchen, um frühzeitige Veränderungen zu erkennen.

  • Sie leiden bereits an einer Fußpilzinfektion.
  • Familienmitglieder sind erkrankt und Sie benutzen Handtücher, Nagelscheren etc. gemeinsam.
  • Sie gehen häufig ins Schwimmbad oder Fitnessstudio und laufen dort barfuß.
  • Sie rauchen.
  • Sie sind Diabetiker.
  • Sie tragen oft enge Schuhe oder Schuhe aus synthetischen Materialien.

Wenn Sie die Pilzinfektion rechtzeitig erkennen, können Sie zeitnah mit der Behandlung beginnen und eine Ausbreitung des Pilzes verhindern.

Ist Nagelpilz schmerzhaft?

Schmerzen sind immer ein Warnsignal unseres Körpers. Sie weisen uns darauf hin, dass etwas nicht in Ordnung ist – entweder, weil Gewebe geschädigt ist (z. B. bei Verletzungen) oder weil bestimmte Teilsysteme des Organismus nicht richtig funktionieren (z. B. bei Migräne). Deswegen sind Schmerzen immer auch ein ernst zu nehmender Hinweis auf Krankheiten. Allerdings gehören bei einer Infektion mit Nagelpilz Schmerzen nicht zwangsläufig zu den Symptomen. Genau das macht den Erreger so heimtückisch.

Wann und wie werden bei Nagelpilz Schmerzen verursacht?

Um diese Frage zu beantworten, ist es hilfreich, sich unsere Finger und Zehen einmal genauer anzusehen. Das, was wir landläufig als Nagel bezeichnen, besteht aus mehreren Teilen:

  • der Nagelplatte (dem eigentlichen Nagel)
  • dem Nagelbett (der Vertiefung, in der der Nagel liegt)
  • der Nagelfalz (den Wölbungen links und rechts des Nagels)
  • dem Nagelwall (der Wölbung unterhalb des Nagels)

Kommt es zum Pilzbefall, so ist zunächst nur die Nagelplatte betroffen, die nicht mit Nervenzellen durchzogen ist. Über lange Zeit verursacht der Nagelpilz deswegen keine Schmerzen und auch keine anderen spürbaren Symptome. Erst wenn die Infektion so weit fortgeschritten ist, dass sich Nagelbett, Nagelfalz und Nagelwall entzünden, führt der Nagelpilz zu Schmerzen. Auch ein stark verdickter Nagel führt zu anhaltenden Druckschmerzen im Schuh.

Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Sofern Sie die Infektion mit Nagelpilz frühzeitig erkennen, können Sie die Behandlung mit geeigneten Medikamenten auch selbstständig zu Hause durchführen. Allerdings sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn

  • bereits mehr als drei Nägel von Nagelpilz betroffen sind
  • mehr als zwei Drittel der Fläche eines Nagels infiziert sind
  • Sie Schmerzen haben.

Ein Dermatologe wird Sie genauer untersuchen, die Nagelpilz-Diagnose stellen und die geeignete Therapie mit Ihnen besprechen.

Hier finden Sie unsere Infografik zum Thema Nagelpilz.

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Letzte Änderung: 25.01.2017

Pflichtangaben

Canesten® GYN Once Kombi, Canesten® GYN 3-Tage Kombi, Canesten® GYN 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete Kombipackungen: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide und Schamlippen durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien. Anwendungsgebiete 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien.
Hinweis für die Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Canesten® Extra Nagelset
Anwendungsgebiete: Zur nagelablösenden Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel an Händen und Füßen mit gleichzeitiger gegen Pilze gerichteter (antimykotischer) Wirkung.
Hinweis: Enthält Wollwachs. Bitte Packungsbeilage beachten!

Canesten® Extra Creme
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände (einschließlich der Behandlung eines freigelegten Nagelbettes in Folge einer Nagelsubstanz auflösenden Nagelpilztherapie); Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen.

Canesten® Extra Spray
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände; Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen. Hinweis: Das Spray nicht gegen Flammen oder auf glühende Gegenstände sprühen. Von Zündquellen fernhalten – nicht rauchen. Die Spraylösung ist aufgrund des Ethanolgehaltes leichtentzündlich.

Canesten® Creme und Spray
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut (bei Creme zusätzlich: und Schleimhaut), verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere, wie Malassezia furfur, sowie Hautinfektionen durch Corynebacterium minutissimum.
Hinweis für Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.
Hinweis für Spray: Enthält Propylenglycol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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