Behandlung von Nagelpilz durch Homöopathie

Nagelpilz ist eine Infektionserkrankung der Haut, deren Bekämpfung den Einsatz von Medikamenten mit medizinisch erwiesener Antipilzwirkung erfordert. Weil ihre charakteristischen Behandlungskonzepte sich einer wissenschaftlichen Überprüfung entziehen, kommt der Homöopathie bei der Bekämpfung von Nagelpilz eine ausschließlich begleitende Funktion zu. Ihre Methoden räumen klassischen Verfahren mit eindeutig heilender Wirkung den Vorrang ein und tragen mit komplementärmedizinischen – also ergänzenden – Angeboten unterstützend zu einem ganzheitlichen Behandlungserfolg bei.

Die Behandlungsprinzipien der Homöopathie zielen darauf, mit einer systemischen Wirkung aus dem Körperinneren zu einer Besserung und Stärkung des Allgemeinzustands beizutragen. Die eigentliche Bekämpfung des Pilzes sollte hingegen den nachweislich wirksamen Antipilzmitteln aus der Apotheke überlassen bleiben.

Die Homöopathie und ihre Prinzipien

Grundprinzip der homöopathischen Behandlung ist die Ähnlichkeitsregel. Sie gibt vor, zur Linderung von Beschwerden Arzneimittel einzusetzen, die bei einem Gesunden die zu bekämpfenden Symptome des Kranken verursachen können. Hinter der eigenwilligen Behandlungsmethode lauert die offensichtliche Gefahr, Beschwerden eines Patienten weiter zu verschlimmern, anstatt sie zu lindern. Dieses Problem soll der zweite Grundsatz der Homöopathie lösen: Er fordert, Arzneistoffe in potenzierter, also stark verdünnter Form anzuwenden. Im stufenweisen Prozess der Potenzierung streckt der Homöopath eine Substanz so stark, dass sie in den letztlich dem Patienten verabreichten Globuli oder alkoholischen Lösungen kaum noch nachweisbar ist. Das Verfahren weckt die begründete Skepsis der Schulmedizin und entzieht der Wirkung homöopathischer Medikamente die wissenschaftliche Grundlage.

Wegen des unklaren Wirkprinzips eignen sich homöopathische Präparate nicht als alleinige Mittel für die Behandlung ernster gesundheitlicher Störungen und somit auch nicht zur Bekämpfung von Pilzerkrankungen. Verantwortungsbewusste Homöopathen erkennen die Notwendigkeit der Anwendung klassischer Antipilzmittel bei einer Mykose an. Mit der Einnahme von Stoffen wie Acidum hydrofluoricum (wässrige Flusssäure), Silicea (Kieselsäure), Antimonium crudum (Schwarzer Spießglanz) oder Sepia (Tintenfisch) bieten sie bestenfalls eine begleitende Therapie bei Pilzerkrankungen an. Die homöopathische Behandlung hat dabei den Anspruch, einen Zustand der Beschwerdefreiheit herzustellen, damit Körper, Geist und Seele sich ganzheitlich erholen können.

Klassische Medizin gegen Nagelpilz, Homöopathie als Ergänzung

Zu den Behandlungsvorschriften der Homöopathie gehört die Verwendung von Einzelmitteln. Aus einer Vielzahl verfügbarer Wirkstoffe wählt der Homöopath anhand des individuellen Beschwerdebilds einen einzigen aus und verabreicht ihn, ohne ihn mit weiteren homöopathischen Wirkstoffen zu kombinieren. Der Grundsatz der optimalen Anpassung des Medikaments an den Krankheitsverlauf des Patienten macht den Besuch beim Homöopathen vor Behandlungsbeginn unentbehrlich. Wenn eine begleitende homöopathische Therapie bei einer Pilzerkrankung infrage kommt, bleibt dem homöopathisch geschulten Arzt oder Heilpraktiker die Wahl der Substanzen und ihrer Dosierung überlassen. Eine Reihe weiterer Prinzipien, in denen die Schulmedizin bei der Behandlung von Nagelpilz mit der Homöopathie übereinstimmt, leiten alle therapeutischen Maßnahmen.

  • Nagelpilz gehört zu den Erkrankungen, die bei ersten Symptomen Gegenmaßnahmen erfordern. Ein verschleppter Krankheitsverlauf, zu spätes oder zögerliches Eingreifen geben dem Erreger die Gelegenheit, die Nagelsubstanz ernstlich zu beschädigen.
  • Über die Behandlung einer fortgeschrittenen Nagelpilzerkrankung entscheidet in jedem Fall der Arzt. Er bestimmt, welches Medikament zum Einsatz kommt, legt die Dosierung und Anwendungsdauer fest und verordnet möglicherweise eine systemische Therapie, die unterstützend zu einem lokalen Antimykotikum auch aus dem Körperinneren wirkt.
  • Jede Pilzerkrankung erfordert die zuverlässige Therapietreue des Patienten. Insbesondere die Behandlung von Nagelpilz verlangt eine geduldige und ausdauernde Anwendung der Arzneimittel.

Zur wirksamen Bekämpfung von Nagelpilz durch Homöopathie und Schulmedizin gehört in jedem Fall die achtsame Vorbeugung. Es gilt, auf das Barfußlaufen in öffentlichen Schwimmbädern, Nassräumen und Hotelzimmern zu verzichten, um Pilzerregern aus dem Wege zu gehen. Verlässliche Hygiene mit sanfter Nagel-, Fuß- und Handpflege ist als präventive Maßnahme ebenso unerlässlich wie eine umsichtige Nutzung und Reinigung der Wäsche. In der Behandlung von Nagelpilz können Homöopathie und Schulmedizin einander sinnvoll ergänzen, wenn ein kundiger Arzt die Koordination der Behandlung übernimmt. Auf keinen Fall sollten Sie zur Selbstbehandlung von Nagelpilz ausschließlich auf homöopathische Mittel zurückgreifen, da deren Wirksamkeit nicht wissenschaftlich belegt ist.

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Letzte Änderung: 14.06.2017

Pflichtangaben

Canesten® GYN Once Kombi, Canesten® GYN 3-Tage Kombi, Canesten® GYN 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete Kombipackungen: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide und Schamlippen durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien. Anwendungsgebiete 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien.
Hinweis für die Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Canesten® Extra Nagelset
Anwendungsgebiete: Zur nagelablösenden Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel an Händen und Füßen mit gleichzeitiger gegen Pilze gerichteter (antimykotischer) Wirkung.
Hinweis: Enthält Wollwachs. Bitte Packungsbeilage beachten!

Canesten® Extra Creme
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände (einschließlich der Behandlung eines freigelegten Nagelbettes in Folge einer Nagelsubstanz auflösenden Nagelpilztherapie); Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen.

Canesten® Extra Spray
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände; Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen. Hinweis: Das Spray nicht gegen Flammen oder auf glühende Gegenstände sprühen. Von Zündquellen fernhalten – nicht rauchen. Die Spraylösung ist aufgrund des Ethanolgehaltes leichtentzündlich.

Canesten® Creme und Spray
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut (bei Creme zusätzlich: und Schleimhaut), verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere, wie Malassezia furfur, sowie Hautinfektionen durch Corynebacterium minutissimum.
Hinweis für Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.
Hinweis für Spray: Enthält Propylenglycol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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