Scheidenpilz Canesten®

Scheidenpilz – eine unangenehme, aber gut behandelbare Infektion

Zusammenfassung
Scheidenpilz ist eine weit verbreitete, aber gut behandelbare Infektion. Lesen Sie hier alles Wissenswerte rund um das Thema Scheidenpilz: wie Sie ihn erkennen und behandeln, was Sie beim Sport und im Schwimmbad beachten sollten und was Scheidenpilz bei Kindern, in der Schwangerschaft und während der Stillzeit bedeutet.

Scheidenpilz erkennen und einfach behandeln

Eine Scheidenpilzinfektion ist leicht zu erkennen. Jede Frau, die bereits einmal von dieser Erkrankung betroffen war, erkennt die Symptome sofort.
Die meisten Frauen stellen die folgenden Scheidenpilz Symptome fest:
  • Jucken im Intimbereich
  • Wundsein im Bereich des Scheideneingangs (Vulva)
  • Eine leichte Schwellung der Schamlippen (Labia)
  • Weißer Ausfluss, dessen körnige Konsistenz an Hüttenkäse erinnert
Auch diese Scheidenpilz Symptome treten häufig auf:
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Dickflüssiger Ausfluss
  • Gerötete und geschwollene Schamlippen
  • Brennen rund um die Vulva
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Entzündung im Bereich der Scheide
  • Hautrisse am Scheideneingang
Meist ist bei Scheidenpilz die Behandlung bequem in Eigenregie möglich. Die Symptome sind unangenehm, dennoch sind Frauen anfänglich häufig gehemmt, nach einer effektiven Therapie zu fragen. Ist dieser Schritt erst einmal getan, ist der Scheidenpilz schnell und einfach in den Griff zu bekommen. Ob in Eigenregie oder vom Frauenarzt empfohlen, unter der Behandlung mit dem bewährten Wirkstoff Clotrimazol tritt mit Canesten® GYN Once Kombi meist schon innerhalb eines Tages beziehungsweise mit Canesten® GYN 3-Tage-Kombi innerhalb von drei Tagen eine Linderung ein.

In diesen Fällen ist ein Arztbesuch angeraten

Nur in wenigen Fällen ist es nötig, einen Arzt aufzusuchen. Stellen Sie sich bei Ihrem Gynäkologen vor, wenn
  • Sie zum ersten Mal an Scheidenpilz leiden und unsicher sind
  • Sie mehr als vier Scheidenpilzinfektionen pro Jahr durchmachen
  • Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit oder Erbrechen auftreten
  • Sie schwanger sind oder stillen
  • Trotz Behandlung nach drei bis fünf Tagen keine deutliche Besserung eintritt

Scheidenpilz – Ursachen für eine Infektion

Eine vaginale Pilzinfektion ist keine Geschlechtskrankheit. Auch mangelnde Hygiene ist nicht der Grund für den Ausbruch der Erkrankung. Die Scheide der Frau ist gut gegen Infektionen gerüstet. Im weiblichen Intimbereich herrscht von Natur aus ein saures Milieu. Der niedrige pH-Wert und die gesunde Scheidenflora bilden eine natürliche Barriere und schützen vor einer starken Vermehrung von Scheidenpilzen. Jede Frau hat einige Hefepilze im Intimbereich, die keine Beschwerden verursachen. Erst wenn sich der pH-Wert in der Scheide verändert oder das Immunsystem geschwächt ist, kann eine Vaginalmykose ausbrechen. Folgende Umstände können eine Infektion begünstigen:
  • Übertriebene Intimhygiene, die die Scheidenflora schädigt
  • Stress
  • Ein geschwächtes Immunsystem
  • Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Funktionsstörungen der Schilddrüse etc.

  • Schwankungen im Hormonhaushalt (Pille, Schwangerschaft)
  • Bestimmte Medikamente (Antibiotika, Kortikoide)
Scheidenpilz ist eine unangenehme Erkrankung, aber es gibt keinen Grund für Frauen, Scham zu empfinden. Oft ist beispielsweise die Pille der Grund für wiederkehrende Infektionen – hier kann ein anders zusammengesetztes Präparat für Sie günstiger sein. Scheuen Sie sich nicht, in der Apotheke oder bei Ihrem Frauenarzt Rat zu suchen, wenn die ersten Symptome auftreten. Mit der richtigen Behandlung haben Sie die Infektion schnell im Griff.

Ist Scheidenpilz ansteckend?

Hefepilze kommen überall in der Umgebung des Menschen vor. Daher lässt sich in den meisten Fällen keine Ansteckungsquelle für einen Scheidenpilz ausmachen. Die einzige Ausnahme bildet der Geschlechtsverkehr. Eine Infektion mit einem Scheidenpilz ist zwar keine Geschlechtskrankheit, aber in seltenen Fällen ist es möglich, dass sich die Partner gegenseitig infizieren. Wenn Sie kein erhöhtes Risiko für Pilzinfektionen haben und trotzdem in kurzen Abständen wiederholt unter Pilzinfektionen im Intimbereich leiden, ist es sinnvoll, den Partner/die Partnerin mitzubehandeln.

So beugen Sie Scheidenpilz vor

Wenn Sie im Alltag ein paar Dinge beachten, können Sie einer Scheidenpilzinfektion effektiv vorbeugen. Unsere Tipps zur Prävention haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Scheidenpilz und Sport – das sollten Sie wissen

Scheidenpilz wird in den allermeisten Fällen durch die übermäßige Vermehrung bestimmter Hefepilze ausgelöst. Diese Pilze kommen auch im Scheidenmilieu vieler gesunder Frauen vor. Eine Pilzinfektion ist ein Hinweis darauf, dass das natürliche Gleichgewicht der Scheidenflora durcheinandergeraten ist, etwa durch hormonelle Veränderungen oder eine geschwächte Immunabwehr. Wichtig ist, dass Sie die Pilzinfektion mit einem geeigneten Antimykotikum behandeln – auch wenn es sich im Allgemeinen nicht um eine schwerwiegende Erkrankung handelt. Solange Sie sich körperlich fit fühlen, spricht zunächst einmal nichts dagegen, dass Sie trotz der Infektion mit Scheidenpilz Sport treiben. Sie können die Heilung unterstützen, indem Sie dem Pilz keinen größeren Nährboden durch feucht-warmes Klima verschaffen. Tragen Sie luftige Kleidung, möglichst aus bei mindestens 60 Grad waschbaren Naturmaterialien.

Mit Scheidenpilz ins Schwimmbad?

Oft wird behauptet, dass man auf keinen Fall mit Scheidenpilz ins Schwimmbad gehen sollte.

Grundsätzlich ist es jedoch unwahrscheinlich, beim Schwimmen andere Frauen anzustecken. Generell sind die wenigsten Scheidenpilz-Infektionen aufgrund einer Ansteckung entstanden. Die Erreger kommen auch bei den meisten gesunden Frauen in der Scheidenflora vor. Ein massiver Pilzbefall entsteht dann, wenn das natürliche Scheidenmilieu aus dem Gleichgewicht gerät.

Generell spricht nichts dagegen, dass Sie trotz Scheidenpilz Sport treiben oder ins Schwimmbad gehen. Im Interesse einer schnellen Heilung sollten Sie jedoch einige Dinge beachten:

Beim Sport und allgemein:

  • Behandeln Sie eine Pilzinfektion immer mit geeigneten Medikamenten – zuverlässige und wirksame Antimykotika gibt es auch rezeptfrei in der Apotheke.

  • Bei Auslandsreisen empfiehlt es sich, diese in der Reiseapotheke vorrätig zu haben.

  • Tragen Sie luftige Kleidung, am besten aus Baumwolle.
  • Nach dem Sport sollten Sie sich umziehen, vor allem wenn Sie stark geschwitzt haben – so verhindern Sie, dass im Intimbereich ein feucht-warmes und somit pilzfreundliches Klima entsteht.

Beim Schwimmen:

  • Wechseln Sie nasse Badebekleidung sofort nach dem Schwimmen, um das für den Hefepilz optimale feucht-warme Klima zu vermeiden.
  • Langes Verweilen im Wasser weicht die Schleimhäute auf und macht sie durchlässiger für Pilze – halten Sie deshalb Ihre Aufenthaltszeit im Wasser möglichst kurz.
  • Stark gechlortes Wasser belastet die Scheidenschleimhäute zusätzlich – Salzwasser hingegen kann sich sogar positiv auf die Regenerierung der Scheidenflora auswirken. Falls Sie die Alternative haben, sollten Sie deshalb das Baden im Meer dem Chlorwasser eines Schwimmbads vorziehen.

Scheidenpilz im Urlaub

Ausgerechnet jetzt können Sie es am allerwenigsten gebrauchen, weil Sie sich endlich eine Zeit der Erholung gönnen wollen: Da erleiden Sie eine Scheidenpilzinfektion. Unwillkommen und noch häufiger als sonst – gerade die Urlaubszeit wartet oft mit Erkrankungen auf.

Vielleicht liegt es am Stress vor und in den ersten Urlaubstagen, ob im Beruf, bei der Reisevorbereitung, durch lange Fahrten und Flüge oder durch die klimatische und räumliche Umstellung am Urlaubsort. Vielleicht verschaffen sich bei nachlassendem Stress ohnehin bestehende Beschwerden Raum. Der Effekt ist derselbe: Das Immunsystem schwächelt und Krankheitskeime wie Bakterien, Viren und Pilze blasen zum Angriff. Gerade der Hefepilz Candida albicans trifft im Urlaub zudem häufig auf optimale Voraussetzungen:
  • Durch nasse Badebekleidung oder verschwitzte, enge Kleidung entsteht ein feucht-warmes Klima im Intimbereich, in dem sich Pilze optimal vermehren können.

Scheidenpilz im Urlaub – was nun?

Wenn Sie die ersten Symptome von Scheidenpilz im Urlaub bemerken, ist schnelles Handeln angesagt. Schließlich wollen Sie diese Erholungszeit möglichst beschwerdefrei genießen. Vor allem, wenn Sie früher schon Erfahrungen mit Pilzinfektionen gemacht haben, empfiehlt es sich, ein Anti-Pilz-Medikament in der Reiseapotheke zu haben. Bewährt haben sich moderne Kombi-Präparate, die Sie rezeptfrei in Ihrer Apotheke kaufen oder online bestellen können. Es handelt sich hierbei um eine kombinierte Therapie aus einer oder mehreren Vaginaltabletten und einer Pilz bekämpfenden Creme mit einem antimykotischen Wirkstoff.

Scheidenpilz während der Schwangerschaft: was ist zu beachten

Durch Veränderungen im Hormonhaushalt in der Schwangerschaft und während der Stillzeit steigt das Risiko einer Scheidenpilzinfektion. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eine geeignete Therapie – mit der richtigen Behandlung stellt die Infektion auch in Schwangerschaft und Stillzeit keine Gefahr für Mutter und Kind dar. Unter ärztlicher Aufsicht kann die Behandlung mit dem bewährten Wirkstoff Clotrimazol in der Regel auch in der Schwangerschaft und Stillzeit erfolgen.

Unbedingt schnell behandeln

Anders als bei Frauen, die kein Kind erwarten, besteht die Möglichkeit, dass Scheidenpilz in der Schwangerschaft ernste Konsequenzen hat. Durch einen Vaginalpilz kommt es zu einer starken Beeinträchtigung der natürlichen Hautbarriere im Intimbereich. So haben Keime es leicht, in die Vaginalhaut einzudringen. Wenden Sie sich an Ihren Frauenarzt, wenn Sie den Verdacht haben, an Scheidenpilz erkrankt zu sein. Eine unbehandelte Vaginalmykose kann Ihr Baby auch während des Geburtsvorgangs beeinträchtigen. Es besteht die Gefahr, dass sich der Säugling im Geburtskanal mit den Erregern des Scheidenpilzes ansteckt. Der Hefepilz, der sich auf diese Weise von der Mutter auf das Kind überträgt, führt dann zu einer Pilzerkrankung beim Baby. Diese kann als Soor im Mundbereich oder als Kandidose im Windelbereich auftreten. Zwar sind beide Hauterkrankungen harmlos, doch Ihr Baby leidet unter den Symptomen, die sie verursachen.

Scheidenpilz in der Stillzeit: So (be)handeln Sie richtig

Auch bei Scheidenpilz in der Stillzeit gilt: Bitte konsultieren Sie einen Arzt! Er wird die Beschwerden abklären und entscheiden, ob ein lokal wirksames Antimykotikum, das den Pilz am Infektionsort in der Scheide angreift, das Mittel der Wahl ist.

Scheidenpilz bei Kindern

In Absprache mit dem Kinderarzt können auch Scheidenpilzinfektionen bei Kindern gut mit antimykotischen Medikamenten behandelt werden.

In selteneren Fällen können auch Kinder vom Genitalpilz betroffen sein. Selbst wenn bei der Mutter keine Scheidenpilzinfektion vorliegt, kann sie potentiell krankheitserregende Pilze in ihrem Körper tragen. Reicht dann die körpereigene Abwehr des Kindes nicht, können die bei der Geburt übertragenen Hefepilze zu einer Infektion führen. Zudem können Pilze bei Kleinkindern auch aus dem Darm in die Scheide des Kindes gelangen. Das Risiko hierfür ist vor allem gegeben, solange das Kind noch gewickelt wird.

Später, in der Vorpubertät, ist das Risiko für eine Scheidenpilzinfektion erneut erhöht. Mädchen beginnen etwa ab dem 10. Lebensjahr, eigene Geschlechtshormone (Östrogene) zu produzieren. Dadurch kann das Gleichgewicht der Scheidenflora gestört werden. Wichtig ist es, in diesem Fall besonders behutsam vorzugehen und dem Kind die Situation zu erklären. Pilze leben auch in gesunden Menschen, eine Infektion ist kein Anzeichen mangelnder Hygiene und die Infektion ist kein Grund, sich zu schämen.

Hormonelle Veränderungen in der Pubertät, eine geschwächte Immunabwehr nach einer längeren Antibiotikatherapie oder eine übertriebene Intimhygiene mit seifen- und parfümhaltigen Waschlotionen können das empfindliche Gleichgewicht der Scheidenflora stören. Eine solche Infektion kann jede Frau treffen, egal in welchem Alter, und sie ist zwar unangenehm, aber im Normalfall nicht gefährlich. Heutzutage gibt es sehr gute Medikamente, die schon nach wenigen Tagen wirken. Diese werden bei Kindern häufig nur im äußeren Genitalbereich angewendet. Bitte besprechen Sie die Nutzung dieser Mittel bei Kindern vorher mit dem Kinderarzt.

Scheidenpilz in den Wechseljahren

Mit den hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren (Klimakterium) ändert sich das Gleichgewicht im Biotop des Vaginalmilieus und es kann zu spezifischen Formen von Scheidenpilz in den Wechseljahren und in der Zeit nach der Menopause (Postmenopause) kommen. Die Begleiterscheinungen einer Scheidenpilzerkrankung sind wohlbekannt: Rötung, Schwellung, Juckreiz und Brennen sowie ein weißlicher, geruchloser Ausfluss mit zäher, teilweise krümeliger Konsistenz gelten als typische Symptome, die auf das unerwünschte Treiben des Pilzes aufmerksam machen. Anders als im fruchtbaren Lebensabschnitt betrifft Scheidenpilz nach der Menopause allerdings vorwiegend den äußeren Scheidenbereich.
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