Menstruationszyklus Canesten®

Der Menstruationszyklus – der feine Takt im weiblichen Körper

Zusammenfassung
Der Menstruationszyklus der Frau ist ein fein abgestimmtes Zusammenspiel verschiedener Hormone und Botenstoffe, die die Funktionen des Körpers steuert. Jede Frau hat dabei ihren eigenen, ganz individuellen Zyklus. Außerdem beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um das prämenstruelle Syndrom (PMS) und erklären, was in den Wechseljahren und bei der Menopause im weiblichen Körper geschieht.

Der weibliche Zyklus

Der Menstruationszyklus begleitet Frauen über viele Jahre ihres Lebens hinweg. Jeder Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Monatsblutung und endet am Tag vor der nächsten Blutung. Bis zum Einsetzen der Menopause bekommen Frauen rein statistisch etwa 500 Mal ihre Periode.

Die Aufbauphase – ideale Bedingungen schaffen

Während die meisten Frauen eher das Gefühl haben, dass der Menstruationszyklus sich an seinem Ende befindet, wenn sie ihre Periode haben, beginnt tatsächlich jetzt der nächste Zyklus neu. In der Gebärmutter wird die alte Schleimhaut abgestoßen, um wieder ideale Bedingungen für die mögliche Einnistung eines befruchteten Eis zu schaffen. Aber auch Ihre Eierstöcke sind aktiv. Unter dem Einfluss des Hormons FSH beginnen die Follikel im Eierstock zu reifen. Bereits nach kurzer Zeit setzt sich ein Follikel durch. Es wird größer als die anderen und reift allein weiter. Je größer das Follikel wird, desto mehr Östrogen gibt es an den Körper ab. Dieses Hormon sorgt nach dem Ende der Blutung für den Aufbau der neuen Gebärmutterschleimhaut. Wie lange die Aufbauphase dauert, ist von Frau zu Frau unterschiedlich.

Der Eisprung – fruchtbare Tage

Übersteigt die Menge des Östrogens im Blut einen bestimmten Wert, schüttet die Hirnanhangdrüse das Hormon LH aus. Auf dieses Hormon reagiert der Eierstock, der Eisprung wird ausgelöst, und aus dem Follikelbläschen geht das Ei auf die Reise durch den Eileiter. Das Ei selbst ist nur 24 Stunden lang befruchtungsfähig. Da Spermien in der Gebärmutter bis zu drei Tage überleben können, sind die Tage direkt vor dem Eisprung besonders fruchtbare Tage. Die Spermien des Mannes können bereits große Teile des Weges zurücklegen und auf die Eizelle „warten“.

Die Sekretionsphase – Warten auf eine befruchtete Eizelle

Nach dem Eisprung bleibt die Follikelhülle am Eierstock zurück. Die Hormonproduktion stellt sich um, und das leere Eibläschen, auch Gelbkörper genannt, produziert vermehrt Progesteron. Dieses Hormon sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut Nährstoffe einlagert und optimal auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vorbereitet ist. Gleichzeitig sinkt der Östrogenspiegel im Körper ab. Nistet sich kein Ei in der Gebärmutterschleimhaut ein, bildet sich der Gelbkörper innerhalb von zehn bis elf Tagen zurück. Die nun fehlende Progesteronbildung bewirkt, dass die Gebärmutterschleimhaut schlechter durchblutet wird und sich erneuert. Die Monatsblutung setzt ein – und der Menstruationszyklus ist abgeschlossen.

Ein Auf und Ab der Hormone

Die hormonellen Schwankungen während des Menstruationszyklus verändern das Milieu in der Scheide. Unter dem Einfluss von Östrogen lagert sich vermehrt das Kohlenhydrat Glykogen in den Zellwänden ab. Hefepilze wie Candida albicans finden dann besonders gute Bedingungen zur Vermehrung vor. Viele Pilzinfektionen im Intimbereich werden durch die Hormonschwankungen während des Menstruationszyklus ausgelöst. Schnelle Hilfe bieten Präparate aus der Apotheke mit dem bewährten Wirkstoff Clotrimazol, der den Pilz einfach und sicher bekämpft.

Menstruationsbeschwerden – Schmerzen und Unwohlsein während der Tage

Besonders junge oder sehr schlanke Frauen leiden häufig unter starken Regelschmerzen. Mediziner bezeichnen Schmerzen und Krämpfe während der Menstruation als Dysmenorrhöe. Auslöser für die Beschwerden sind die krampfartigen Kontraktionen der Gebärmutter, die helfen, die Gebärmutterschleimhaut abzustoßen. Starke Regelschmerzen können Frauen für Stunden oder Tage komplett außer Gefecht setzen. Oft gesellen sich Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Schwindel oder Kopfschmerzen bis hin zur Migräne zu den Krämpfen.

Bei leichten Regelschmerzen helfen Wärme und Ruhe gut. Auch leichter Sport, der den Bauchraum entspannt, kann die Beschwerden lindern. Frauen, die starke Regelschmerzen plagen, sollten ihren Gynäkologen aufsuchen. In manchen Fällen steckt eine Endometriose hinter den Schmerzen. Sind organische Gründe ausgeschlossen, lindern Schmerzmittel aus der Apotheke die Beschwerden. Auch die Einnahme eines hormonellen Verhütungsmittels („Pille“) kann Linderung bringen.

Prämenstruelles Syndrom: Beschwerden an den Tagen vor den Tagen

Die meisten Frauen kennen Symptome wie Abgeschlagenheit, Stimmungstiefs und körperliche Beschwerden an den Tagen vor den Tagen. Häufig haben Betroffene schon 10 bis 14 Tage vor Beginn der nächsten Menstruationsblutung mit Beeinträchtigungen wie Abgeschlagenheit, Depressionen, Schmerzen, Wassereinlagerungen (Ödemen), Gewichtszunahme oder Verdauungsstörungen zu kämpfen. Verdichten sich Schwankungen des Wohlbefindens zu einem vielschichtigen Beschwerdebild, spricht der Arzt von einem prämenstruellen Syndrom (PMS).

Obwohl die medizinische Forschung sich intensiv darum bemüht, die Mechanismen zu ergründen, die ein prämenstruelles Syndrom auslösen, liegen die Ursachen für die Beschwerden nach wie vor weitgehend im Dunkeln. Die Vielfalt der möglichen Beschwerden lässt vermuten, dass ein prämenstruelles Syndrom als multifaktorielle Störung auf unterschiedliche Einflussfaktoren zurückgeht. Fachleute sprechen deshalb in Zusammenhang mit dem PMS über eine psychoendokrine Fehlfunktion (Dysfunktion) und sehen deren Ursachen
  • In der Psyche,
  • Im Nervensystem und
  • In der hormonellen Steuerung.
Die wissenschaftliche Vermutung lautet, dass Querverbindungen zwischen der Produktion von Geschlechtshormonen und der Funktion anderer wichtiger Hormone und Neurotransmitter im Körper bestehen. Die periodischen Schwankungen im Monatszyklus machen das empfindliche Gesamtsystem störanfällig.

Einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung eines prämenstruellen Syndroms haben die Lebensgewohnheiten. Es gilt als unumstritten, dass
  • Ausreichend Bewegung die Beschwerden mildern kann,
  • Bei PMS die Ernährung eine wichtige Rolle spielt und viel Zucker, Koffein und Alkohol sich negativ auf das zyklisch schwankende Wohlbefinden auswirken,

  • Nikotin das PMS begünstigt.
Ein weiterer Risikofaktor für verstärkte Beschwerden bei PMS ist Stress. Eine bewusste Lebensführung und Zeiten gezielter Entspannung im Alltag sorgen für den geeigneten Ausgleich.

PMS: Behandlung und Vorbeugung

Liegt die gesicherte Diagnose für ein prämenstruelles Syndrom vor, stehen unterschiedliche therapeutische Möglichkeiten offen.
  • Hormonelle Verhütungsmittel, die einen Eisprung verhindern, können auslösende Faktoren für ein PMS ausschalten.

  • Schmerzmittel können bei Kopf-, Rücken- und Brustschmerzen hilfreich sein. Frauen, die unter einer sehr starken Monatsblutung leiden, sollten aber auf den blutverdünnenden Wirkstoff ASS (z. B. in Aspirin) verzichten.

  • Gegen Beschwerden durch vermehrte Wassereinlagerungen können Kalzium oder Vitamin E wirksam sein.

  • Bei starken seelischen Verstimmungen wird der Arzt erwägen, ein Antidepressivum zu verschreiben.

  • Pflanzliche Arzneimittel können die Beschwerden lindern und sind gleichzeitig nebenwirkungsarm. Mönchspfeffer (Agnus castus) eignet sich zur Behandlung von Brustschmerzen. Johanniskraut bewährt sich als natürlicher Stimmungsaufheller und lindert depressive Verstimmungen, Ängste und nervöse Unruhe.

  • Der Verzicht auf Salz, Schokolade, Koffein und Alkohol zugunsten einer vitamin- und mineralstoffreichen Kost kann zur Besserung des Allgemeinzustands beitragen und die Beschwerden im Monatszyklus verringern.

  • Sport fördert die Durchblutung, lockert Krämpfe der Gebärmutter und befreit dadurch von Schmerzen im Unterbauch und Rücken.

Menopause und Wechseljahre: Symptome und Behandlung

Ebenso wie die erste Menstruationsblutung, die Menarche, ist die letzte Regelblutung ein ganz besonderer Moment im Leben einer Frau. Diese letzte Monatsblutung nennen Mediziner Menopause. Für die Frau ist dieser Moment oft mit zwiespältigen Gefühlen verbunden. Einerseits treten ab jetzt keine – häufig mit Schmerzen oder Unwohlsein verbundenen – monatlichen Blutungen mehr auf. Immerhin haben diese Blutungen eine Frau rund 40 Jahre lang begleitet. Auf Verhütung kann nun auch verzichtet werden. Andererseits ist mit der Menopause ein wichtiger Abschnitt im Leben endgültig vorbei. Viele Frauen müssen sich erst mit dem Gedanken anfreunden, nun nicht mehr fruchtbar zu sein. Die Menopause ist bereits ein Teil der Wechseljahre. Die Symptome in dieser Zeit der Veränderung erlebt jede Frau anders. Die Menopause tritt meist im Alter von 51 bis 55 Jahren auf. Kommt es vor dem 40. Lebensjahr dazu, handelt es sich um eine vorzeitige Menopause. Auch die Entfernung der Eierstöcke, eine Strahlentherapie oder eine Behandlung mit Antiestrogenen können die Menopause auslösen.

Menopause: Symptome und Beschwerden

  • Hitzewallungen
  • Schwindel
  • Osteoporose
  • Trockenheit der Scheide
  • Stimmungsschwankungen
  • Haarausfall

Wechseljahre: Behandlung

Zur Behandlung der mit den Wechseljahren einhergehenden Symptome eignen sich:
  • Pflanzliche Präparate
  • Eine Hormonersatztherapie

Wechseljahre: Was bedeutet das genau?

Die Menopause tritt nicht plötzlich ein. Bereits Jahre vorher beginnen die Veränderungen im weiblichen Körper. Die Phase der hormonellen Veränderungen vor und nach der letzten Monatsblutung einer Frau trägt die Bezeichnung Wechseljahre (Klimakterium). Fachleute nennen die Zeit vor der Menopause Prämenopause. Sie beginnt um das 40. Lebensjahr herum. Die Funktion der Eierstöcke verlangsamt sich, und die Hormonproduktion nimmt langsam ab. Im Schnitt kommt es zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr einer Frau zur letzten Menstruationsblutung, die meisten Frauen erleben ihre Menopause im Alter von 51 bis 55 Jahren. Den Zeitabschnitt um dieses Ereignis herum nennen Fachleute Perimenopause, danach sprechen sie von der Postmenopause.

Die Wechseljahre können Beschwerden auslösen, die Frauen oft als sehr belastend empfinden. Ob die Wechseljahre solche störenden Symptome verursachen, ist jedoch von Frau zu Frau verschieden. Die hormonellen Veränderungen können sanft bis heftig verlaufen, je nach individueller Veranlagung. Die Dauer der Wechseljahre fällt ebenso unterschiedlich aus. Insgesamt benötigt der Körper rund zehn Jahre, um den gesamten Prozess von Wechseljahren und Menopause zu durchlaufen.

Stimmungsschwankungen sind verbreitet

Die hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren bringen häufig Stimmungsschwankungen, eine große Verletzlichkeit, schnelle Ermüdung, aber auch depressive Verstimmungen oder Aggressivität mit sich. Hier können pflanzliche Mittel wie Johanniskraut, Baldrian, Melisse, Hopfen oder die Passionsblume sanfte Linderung schaffen.

Scheidentrockenheit: oft ein Tabuthema

In den Wechseljahren nimmt bei vielen Frauen die Feuchtigkeit in der Scheide ab. In den Wechseljahren ist etwa jede dritte Frau von Scheidentrockenheit betroffen. Die Beschwerden reichen von einem Gefühl der Trockenheit über Jucken oder Brennen bis hin zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Durch den Mangel an Östrogen wird die Schleimhaut in der Scheide dünner, und die Drüsen produzieren weniger Sekret. Mit milchsäurehaltigen Gels können Sie das Scheidenmilieu stärken und zusätzliche Feuchtigkeit zuführen. Durch das veränderte Milieu im Intimbereich werden Frauen aber auch anfälliger für eine Infektion durch Scheidenpilze oder Bakterien. Pilzinfektionen können Sie leicht selbst behandeln. In der Apotheke erhalten Sie zuverlässige Präparate, die den Pilz schnell und zuverlässig bekämpfen. So bietet sich bei Scheidentrockenheit z. B. eine Behandlung mit der Canesten® Gyn 3-Tage-Therapie Vaginalcreme an.

Hormonersatztherapie – Pro und Kontra

Die Menopause und die Wechseljahre sind ein natürlicher Prozess im Körper einer Frau. Eine Behandlung ist nur dann nötig, wenn die Beschwerden das alltägliche Leben deutlich beeinträchtigen. Die besten Ergebnisse bei den weitverbreiteten Hitzewallungen und bei einer trockenen Scheide liefert die Hormonersatztherapie. Allerdings sind künstliche Hormone in den Wechseljahren nicht unumstritten. Die Zufuhr von Östrogenen erhöht vermutlich das Risiko für verschiedene Krankheiten wie Brustkrebs oder Herzinfarkt. Wenn Sie unter Wechseljahrbeschwerden leiden, lassen Sie sich intensiv von Ihrem Arzt beraten und wägen Sie gemeinsam die Vor- und Nachteile der Therapiemöglichkeiten ab.

Phytoöstrogene – pflanzliche Hormone nutzen

In Asien leiden Frauen weniger stark unter den Wechseljahren als europäische Frauen. Wissenschaftler vermuten einen Zusammenhang mit der Ernährung. Denn Asiatinnen, die einen westlichen Lebens- und Ernährungsstil pflegen, empfinden die Beschwerden als ebenso belastend wie Frauen hierzulande. In Europa und den USA nehmen Frauen etwa 5 mg pflanzliche Östrogene pro Tag aus der Nahrung auf. Im asiatischen Raum erreichen die Menschen zehnmal so hohe Werte. Dort übliche Lebensmittel wie Soja, Tofu, grüner Tee oder Gojibeeren sind von Natur aus reich an Phytoöstrogenen. Es ist mittlerweile erwiesen, dass die Änderung der Ernährungsgewohnheiten oder die Einnahme von Präparaten mit pflanzlichen Östrogenen während der Wechseljahre die Beschwerden lindern kann.
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