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Intimgesundheit und Intimpflege bei Frauen – ein sensibles Thema

Zusammenfassung
Damit der weibliche Intimbereich gesund bleibt, benötigt er genau das richtige Maß an Pflege. Ein Zuviel an Hygiene stört das empfindliche Gleichgewicht des Scheidenmilieus, mit zu wenig Pflege fühlen sich Frauen schnell unwohl. Erfahren Sie hier alles über die Intimpflege der Frau. Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema Intimgesundheit.

Der weibliche Intimbereich

Wenn es um den weiblichen Intimbereich und die Intimgesundheit geht, sollten Sie folgende Aspekte kennen.

Der äußere Intimbereich der Frau umfasst:

  • Die äußeren und inneren Schamlippen
  • Die Klitoris mit Klitorisvorhaut
  • Den Scheidenvorhof

Eine gesunde Frau hat:

  • Einen pH-Wert von 4 bis 4,5 in der Scheide
  • Etwa 5 bis 10 ml Ausfluss pro Tag
  • Ausfluss mit einer klaren bis weißlich-milchigen Farbe

Suchen Sie Rat bei Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn

  • Sie unter Jucken oder Brennen im Intimbereich leiden
  • Sie ungewöhnlichen Ausfluss mit gelblicher Farbe oder weißlichen Bröckchen an sich bemerken
  • Sie einen deutlich unangenehmen, eventuell fischigen Geruch wahrnehmen

Von Natur aus gut geschützt

Das Milieu im Intimbereich der Frau wird durch bestimmte Bakterien vor Infektionen geschützt. Im Laufe der Pubertät besiedeln sogenannte Döderlein Stäbchen die Schleimhaut der Scheide. Diese Milchsäurebakterien ernähren sich aus dem Glykogen (Mehrfachzucker) aus der Hülle abgestorbener Schleimhautzellen. Dabei produzieren sie Milchsäure. Einige Stämme geben sogar kleine Mengen Wasserstoffperoxid in die Umgebung ab. Durch diese für die Gesundheit sehr wichtigen Bakterien herrscht im Intimbereich von Frauen ein pH-Wert von 4 oder niedriger. Dieses saure Scheidenmilieu schützt Sie vor Infektionen durch schädliche Keime. Ziel jeder Intimpflege der Frau ist daher die sanfte Reinigung dieser empfindlichen Region – um einerseits für Sauberkeit zu sorgen und andererseits das sensible Gleichgewicht nicht zu stören.

Wasser sorgt für eine ausreichende Reinigung

Parfümiertes Duschgel oder Seife hat meist einen pH-Wert zwischen 9 und 11. Medizinische Reinigungsprodukte für den Körper versprechen eine pH-neutrale Reinigung der Haut mit einem pH-Wert von 5,5. Für die normale Haut ist dieser Wert genau richtig. Für die Intimpflege der Frau ist dieser Wert aber immer noch zu hoch. Solche Produkte schädigen daher den natürlichen Säureschutzmantel des weiblichen Intimbereichs. Tatsächlich ist es ausreichend, den Schambereich täglich gründlich mit klarem Wasser zu reinigen und die Unterwäsche jeden Tag zu wechseln. Wenn Sie die Reinigung mit Wasser als nicht ausreichend empfinden, greifen Sie zu speziellen Intimwaschlotionen. Diese Produkte sorgen sanft für Hygiene und schädigen das empfindliche Gleichgewicht des Intimbereichs nicht.

Reinigen – aber richtig

Bevorzugen Sie für die Intimhygiene Waschlappen, sollten Sie diese jeden Tag wechseln. Sie können auch auf Einmal-Waschlappen aus dem Drogeriemarkt zurückgreifen. Wischen Sie genau wie nach dem Toilettengang nur von vorn nach hinten, damit keine Darmkeime in den Intimbereich gelangen. Für die Waschlappen gilt ebenso wie für die Unterwäsche: Waschen Sie diese Wäsche bei mindestens 60 °C. Darf die Wäsche nicht so heiß gewaschen werden, greifen Sie auf einen Hygienespüler zurück, um die Belastung durch Bakterien und Pilze sicher zu senken.

Ist die Intimrasur schädlich?

Das Entfernen der Haare im Intimbereich verringert die Angriffsfläche für schädliche Bakterien und Pilze. Gleichzeitig können bei der Haarentfernung kleinste Verletzungen der Haut entstehen, die Eintrittspforten für Infektionen sein können. Außerdem wachsen nicht entfernte Haare in seltenen Fällen auch ein. Vor- und Nachteile einer Intimrasur wiegen sich also auf – entscheiden Sie daher einfach nach Ihren persönlichen Vorlieben.

Wie viel Ausfluss ist normal?

Jede Frau hat einen gewissen Ausfluss, das ist ganz normal. Konsistenz und Menge sind bei jeder Frau unterschiedlich. Auch im Verlauf des Menstruationszyklus ergeben sich natürliche Schwankungen. Solange das Scheidensekret klar bis milchig aussieht und nicht unangenehm riecht, sind Sorgen unbegründet. Ein weißer bis leicht gelblicher Ausfluss, der in seiner Beschaffenheit an Quark erinnert, weist auf eine Infektion mit Scheidenpilz (Vaginalmykose) hin. In der Regel leiden Sie dann auch unter einem unangenehmen Brennen oder einem starken Juckreiz im Intimbereich. Eine Vaginalmykose können Sie einfach und zuverlässig selbst behandeln. In der Apotheke erhalten Sie rezeptfrei Präparate mit dem Wirkstoff Clotrimazol. Zur Intimpflege der Frau mit Scheidenpilz sind besonders spezielle Waschlotionen mit Milchsäurebakterien geeignet. Sie unterstützen ein gesundes Scheidenmilieu, das Pilzen keinen Raum zur Entwicklung lässt.

Weibliche Hygiene nach dem Sex

Frauen sollten nach dem Sex das WC aufsuchen und Wasser lassen. Dabei spülen Sie automatisch Bakterien aus, die durch die Reibung beim Geschlechtsverkehr in die Harnröhre gedrückt worden sind. Anatomisch bedingt ist die Harnröhre der Frau sehr kurz. Daher sind Frauen anfälliger für Blasenentzündungen als Männer. Generell ist es ausreichend, zur Hygiene nach dem Sex den Intimbereich mit lauwarmem Wasser abzuspülen. Mit der rechtzeitigen Anwendung von Gleitgel können Sie Beschwerden wie Wundsein oder Brennen nach dem Akt verhindern. Die kleinen Verletzungen, die Ursache für diese Beschwerden sind, bieten Bakterien und Pilzen eine optimale Angriffsfläche.

Wissenswertes zur Intimgesundheit

Menstruationszyklus und PMS

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Wirkung von Probiotika

Probiotika sind Präparate, die lebende Mikroorganismen enthalten. Sie werden dem Körper zugeführt, um eine Fehlbesiedlung der Hautflora auszugleichen. Probiotika können ihre Wirkung in unterschiedlichen Körperbereichen entfalten. Sie haben einen günstigen Einfluss auf die Darmfunktion, unterstützen das Immunsystem und helfen beim Wiederaufbau der Vaginalflora. Probiotika eignen sich insbesondere zur begleitenden Therapie der bakteriellen Vaginose, wenn das mikrobiologische Ungleichgewicht sich immer wieder einstellt. Probiotika können in Tablettenform zur oralen Einnahme oder als Zusatz in Lebensmitteln verabreicht werden. Bei Störungen des Scheidenmilieus empfiehlt sich ein lokaler Einsatz im Bereich der Vagina. Sprechen Sie Ihren Arzt auf die Möglichkeit an, Probiotika begleitend einzusetzen, wenn Sie wiederholt unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen leiden, die auf eine Fehlbesiedlung der Scheidenflora zurückgehen.
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