Nagelpilz Hausmittel - Canesten®

Nagelpilz – Sind Hausmittel sinnvoll?

Zusammenfassung
Wer im Internet nach Hausmitteln gegen Nagelpilz sucht oder sich unter Bekannten umhört, wird sicher fündig. Ob Teebaumöl, Essig oder Backpulver – es gibt zahlreiche Tipps, die angeblich gegen Nagelpilz helfen können. Gerade, wenn Kinder an Nagelpilz erkrankt sind, suchen viele Eltern nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten. Aber Vorsicht: Den Erreger bekämpfen Sie mit Hausmitteln nicht. Viel ratsamer ist es, auf eine Therapie mit einem Präparat zu setzen, das z. B. auf Bifonazol basiert und dessen Wirksamkeit wissenschaftlich nachgewiesen ist.

Von A wie Apfelessig bis Z wie Zahnpasta – vermeintlich wirksame Hausmittel gegen Nagelpilz

Zahlreiche Mittel werden auf einschlägigen Internetseiten immer wieder als Hausmittel gegen den Nagelpilz angepriesen. Dazu gehören:
  • Den Nagel mit Essig, vorzugsweise mit Apfelessig betupfen. Einige Quellen empfehlen sogar Essigessenz.

  • Den Nagel mit hochprozentigem Alkohol betupfen.
  • Einen Sud aus Kräutern wie Eichenrinde oder Salbei aufkochen, abkühlen lassen und die Hand bzw. den Fuß darin baden. Alternativ werden auch feuchte Wickel mit in den Sud getauchten Tüchern empfohlen.

  • Den Nagel mit ätherischen Ölen wie Teebaum- oder Lavendelöl betupfen.
  • Eine frische Zehe Knoblauch aufschneiden und den Nagel damit einreiben.
  • Backpulver mit Wasser zu einem Brei anrühren und auf den Nagel auftragen.

  • Den Nagel mit Eigenurin einreiben.
  • Zahnpasta auf den Nagel auftragen.
  • Puder auf den betroffenen Nagel geben.

Wie wirksam sind diese Hausmittel?

Dort, wo diese Hausmittel gegen Nagelpilz empfohlen werden, gibt es meist auch Aussagen hinsichtlich der Wirksamkeit. Allerdings muss hier ganz klar gesagt werden: Für keines dieser Mittel ist eine Wirkung medizinisch nachgewiesen. Ebenso wenig lässt sich die Wirkung erklären, denn Fakt ist: Pilze kann man nur mit speziellen Anti-Pilz-Medikamenten (Antimykotika) wirksam bekämpfen. Und den Effekt, den die antimykotischen Wirkstoffe haben, erzeugt keines der Hausmittel.

Können Hausmittel auch Nebenwirkungen verursachen?

Viele assoziieren Hausmittel mit nebenwirkungsfreien, natürlichen Mitteln, die sich auch besonders gut für Kinder eignen. Doch Vorsicht! Die angeblichen Wundermittel gegen den Nagelpilz sind keineswegs so sanft und harmlos, wie es sich häufig liest. Vor allem bei der Anwendung von Zahnpasta, Essigessenz und hochprozentigem Alkohol kann es zu schmerzhaften Entzündungsreaktionen kommen. Dies gilt umso mehr, wenn die Haut um den infizierten Nagel herum bereits in Mitleidenschaft gezogen ist. Auch wer schon einmal Knoblauchsaft an eine empfindliche Stelle bekommen hat, weiß, dass der Kontakt durchaus schmerzhaft sein kann. Feuchte Wickel mit warmem Kräutersud schaffen ein Klima, in dem sich die Pilze besonders wohlfühlen. Statt mit einem Rückgang ist in diesem Fall im ungünstigsten Fall mit einer weiteren Ausbreitung der Pilzinfektion zu rechnen. Eigenurin wiederum kann Bakterien enthalten, die zu einer Superinfektion führen können.

Auf die Anwendung ätherischer Öle können manche Menschen allergisch reagieren, das gilt vor allem für Kinder. Zudem kann Teebaumöl die Haut rund um den Nagel reizen, wenn es unverdünnt angewendet wird. Puder ist zwar leicht aufgetragen und hat eine trockene Struktur. Er haftet aber nur bedingt an der Haut- oder Nageloberfläche und hat es deshalb schwer, in die Hornzellschichten vorzudringen. Deshalb ist Puder bei der Behandlung von Nagelpilz nur als unterstützende Maßnahme geeignet.

Die wahrscheinlichste Nebenwirkung bei Hausmitteln ist jedoch diese: Sie vergeuden wertvolle Zeit, in der der Nagelpilz längst mit einem wirksamen Medikament behandelt werden könnte.

Wie behandle ich Nagelpilz effektiv?

Zu den unangenehmsten Eigenschaften von Nagelpilz zählt seine Hartnäckigkeit. Der Pilzerreger findet in der Nagelstruktur viele Angriffspunkte, deshalb muss eine Therapie konsequent und regelmäßig durchgeführt werden. Nagelpilz befällt die Nagelplatte sowie das darunter liegende Nagelbett. Aus diesem Grund ist die Fähigkeit, bis in die Hornzellschichten zu gelangen, ein entscheidender Aspekt der Wirkung von Antipilzmitteln. Um den Pilz auch direkt an seinen schwer zugänglichen Rückzugsorten unterhalb der Nagelplatte zu erreichen, gibt es eine Therapie, die – wie das Canesten® Extra Nagelset – zwei Wirkmechanismen kombiniert:
  • Die Behandlung konzentriert sich einerseits darauf, vom Pilz angegriffene Hornzellen nach und nach aufzuweichen, sodass das Abschaben erkrankter Nagelbereiche ohne Verletzung möglich ist.

  • Ein Antipilzwirkstoff hat andererseits die Aufgabe, den Erreger zu bekämpfen und die weitere Ausbreitung zu verhindern bzw. zu reduzieren.

Dieser Behandlungsweg führt zum Therapieziel eines gesund nachwachsenden Nagels.
  • Vielversprechend ist die Anwendung eines Medikaments, das mit einer 2-in-1-Eigenschaft sowohl den Nagel aufweichend als auch Pilz bekämpfend wirkt. Zu diesen Arzneimitteln gehören Präparate mit den Wirkstoffen Harnstoff und dem Antipilzmittel Bifonazol, wie beispielsweise das Canesten Extra Nagelset. Diese gibt es als Kombipräparate für die einfache Anwendung zu Hause in der Apotheke.
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