Hautpilz Behandlung - Canesten®

Behandlung von Hautpilz

Zusammenfassung
Pilzerkrankungen der Haut, sogenannte Dermatomykosen, zählen nicht zu den schweren Erkrankungen. Sie sind weit verbreitet und befinden sich in der westlichen Welt weiterhin auf dem Vormarsch, was unter anderem dadurch begünstigt wird, dass wir immer öfter mit Antibiotika behandelt werden. Diese stören die natürliche Hautflora und können die Ansiedelung von Pilzen begünstigen. Erfahren Sie hier, wie Sie Hautpilz behandeln können, welche Wirkstoffe es gibt und wann Sie bei Hautpilz einen Arzt aufsuchen sollten.

Nicht gefährlich, aber behandlungsbedürftig

Hautpilz als solcher ist nicht gefährlich, das heißt, er ruft keine lebensbedrohlichen Symptome hervor. Für den Betroffenen ist in der Regel der mit der Infektion einhergehende Juckreiz das größte Problem. Speziell beim Fußpilz kann es unter Mitwirkung bestimmter Bakterienarten auch zu sehr unangenehmen Gerüchen kommen. Aber auch an anderen Körperstellen kann sich ein Hautpilz einnisten, zum Beispiel in der Leistengegend, zwischen den Fingern oder bei Frauen in der Falte unter der Brust. Weil häufig das Vorurteil herrscht, dass Pilzerkrankungen eine Folge mangelnder Hygiene seien, scheuen sich viele Infizierte davor, einen Arzt aufzusuchen. Stattdessen warten sie ab und hoffen darauf, dass der Pilz von allein wieder verschwindet. Aber genau das tut er nicht: Die Infektion mit einem Hautpilz bedarf immer einer Behandlung.

Mögliche Folgen des unbehandelten Hautpilzes

Es gehört zum Wesen von Pilzinfektionen, dass sie sich nach Möglichkeit weiter ausbreiten. Bei einem unbehandelten Hautpilz ist deswegen davon auszugehen, dass sich die befallene Fläche vergrößert. Ebenso gut kann der Erreger auch auf andere Körperregionen übergreifen.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass sich auf der vom Pilz geschädigten Haut zusätzlich Bakterien ansiedeln. In diesem Fall spricht man von einer Superinfektion. Vor allem bei Fußpilz kommt diese Form der Komplikation recht häufig vor. Die Folge sind unangenehme Gerüche und mitunter auch schmerzhafte Entzündungsreaktionen.

Und schließlich besteht bei einem unbehandelten Hautpilz an Händen und Füßen immer auch die Gefahr, dass er die Nägel befällt. Die überwiegende Mehrheit der von Nagelpilz Betroffenen hat vorher bereits an Fußpilz gelitten. Hat sich der Erreger jedoch erst einmal in den winzigen Räumen zwischen den Nagelschichten und im Nagelbett eingenistet, wird die Behandlung um ein Vielfaches langwieriger. Deshalb heißt es bei Hautpilz: Sofort handeln!

Hautpilz – mit der richtigen Behandlung bald kein Thema mehr

Wenn die Haut juckt und brennt, ist möglicherweise ein Hautpilz die Ursache. Weitere Symptome wie das Aufweichen der betroffenen Hautpartie, eine Rötung oder gar Bläschenbildung erhärten den Verdacht auf eine Pilzinfektion. Doch das ist kein Grund zur Sorge, denn mit der richtigen Behandlung sind Sie den Pilz in kurzer Zeit wieder los.

Wie erfolgt die Behandlung bei einem Hautpilz?

Hautpilz wird durch parasitisch lebende Mikroorganismen hervorgerufen, die sich von der Hornsubstanz der Haut ernähren. Es handelt sich hierbei um winzige Pilze, meist Fadenpilze (Dermatophyten), seltener auch um Hefe- oder Schimmelpilze.

Um die Pilzinfektion zurückzudrängen, müssen die Erreger direkt bekämpft werden. Eine wirksame Hautpilz-Behandlung beschränkt sich deshalb nicht auf die Symptome wie z. B. den Juckreiz. Vielmehr werden die Pilze mit einem geeigneten Antimykotikum abgetötet, ihr Wachstum wird gehemmt und ihre Vermehrung so stark eingedämmt, dass die Infektion schließlich zurückgeht. Mit dem Eindämmen der Erreger zeigt sich auch rasch eine Linderung der Symptome.

Kann ich die Hautpilz-Behandlung selbst durchführen?

Betroffene können beim Befall mit einem Hautpilz die Behandlung selbst durchführen. Sie bekommen wirksame Medikamente auch rezeptfrei in der Apotheke sowie im Internet.

Sie sollten aber auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, wenn
  • Sie nicht zweifelsfrei sicher sind, ob es sich tatsächlich um einen Hautpilz handelt,

  • Die Selbstbehandlung nicht anschlägt,
  • Sehr große Flächen der Haut befallen sind,
  • Anzeichen einer schweren bakteriellen Superinfektion (unter anderem Nässen, Eiter oder Fieber) auftreten,

  • Sie schwanger sind.

Hautpilz: Behandlung mit Hausmitteln

Ist die Entscheidung gefallen, die Hautpilz-Behandlung selbst durchzuführen, begeben sich viele zunächst im Internet auf die Suche nach geeigneten Mitteln. Immer wieder tauchen dort auch vermeintlich wirksame Hausmittel auf, von denen versprochen wird, dass sie Pilz schnell, effektiv und nebenwirkungsfrei bekämpfen. Hiervor sei jedoch ausdrücklich gewarnt. Denn Essig, Tee und Knoblauch eignen sich keineswegs zur Behandlung einer Hautpilz-Infektion! Die Wirksamkeit ist nicht nachgewiesen, und statt der versprochenen schnellen Hilfe drohen Nebenwirkungen wie z. B. Entzündungsreaktionen. Außerdem verlieren Betroffene dadurch wertvolle Zeit, in der die Infektion längst wirksam behandelt werden könnte.

Bewährte Methode: die lokale Therapie mit Antimykotika

Da eine Hautpilz-Infektion durch mikroskopisch kleine Pilze verursacht wird, erfolgt die Behandlung mit speziellen Antipilzmedikamenten (Antimykotika). Insbesondere Mittel mit Bifonazol und Clotrimazol haben sich bei der Bekämpfung von Hautpilz bewährt, da sie gegen viele verschiedene Erreger zuverlässig wirken. Diese Präparate mit einem breiten Wirkungsspektrum bekommen Sie ohne Rezept in der Apotheke. Sie sind meist als Creme oder Spray zum Auftragen auf die betroffenen Stellen erhältlich. Mit diesen Mitteln gelingt die Hautpilz-Behandlung in Eigenregie, und bei vorschriftsmäßiger Anwendung zeigt sich oftmals schon nach wenigen Tagen eine deutliche Linderung der Symptome.

Die Dauer der Behandlung

Die empfohlene Behandlungsdauer richtet sich nach der befallenen Hautstelle. Handelt es sich um Fußpilz, beträgt sie etwa drei Wochen. Sind hingegen die Hände, der Körper oder bestimmte Hautfalten betroffen, genügen meist zwei Wochen. Dieser Zeitraum sollte eingehalten werden, auch wenn sich in den meisten Fällen bereits nach wenigen Tagen eine deutliche Besserung der Symptome zeigt.

10 Tipps zur Behandlung von Hautpilz

Hautpilzerkrankungen nehmen in der Regel keinen kritischen Verlauf. Weil die Pilzerreger jedoch zu zäher Hartnäckigkeit neigen, verlangt eine Therapie besondere Aufmerksamkeit, Sorgfalt und in manchen Fällen einen langen Atem. Wie Sie die Herausforderungen bei der Bekämpfung einer Mykose am besten meistern, zeigen Ihnen die folgenden 10 Tipps für die Behandlung von Hautpilz.

1. Hautgesundheit aufmerksam beobachten

Beobachten Sie die Beschaffenheit Ihrer Haut aufmerksam. Reagieren sie schnell und zögern Sie Gegenmaßnahmen nicht hinaus, wenn sich die Hautoberfläche auffällig verändert und sich gerötete, schuppende und juckende Flächen zeigen.

2. Bei unklaren Beschwerden medizinischen Rat einholen

Leicht aufgeweichte, gerötete Haut, die weißlich schuppt und juckt, ist ein mögliches erstes Warnsignal für die Aktivität eines Pilzes. Wenn Sie sich aber nicht sicher sind, ob Sie unter einer Pilzinfektion leiden, suchen Sie zunächst einen Arzt auf und lassen Sie Ihren Verdacht abklären.

3. Bei chronischen Erkrankungen und in der Schwangerschaft stets den Arzt aufsuchen

Während der Schwangerschaft birgt jede Selbstbehandlung ohne Rücksprache mit dem Arzt Gefahren für die Gesundheit von Mutter und Kind. Der Besuch in der ärztlichen Sprechstunde ist deshalb auch bei Hautpilz unumgänglich. Auch für chronisch Kranke ist der Arzt der erste Ansprechpartner bei jeder Art von Beschwerden. Es liegt bei ihm, eine genaue Diagnose zu stellen und den Verlauf der Behandlung festzulegen.

4. Bei fortschreitendem und wiederkehrendem Hautpilz ist der Arzt gefragt

Auch wenn Pilzinfektionen größere Hautbereiche befallen haben, an unterschiedlichen Stellen des Körpers auftreten oder sich trotz vorschriftsmäßiger Anwendung eines lokal wirksamen Antimykotikums nicht zurückziehen, begeben Sie sich in die Obhut eines Arztes. Er kann durch die Untersuchung einer Hautprobe eine Diagnose stellen und über die geeignete Therapie entscheiden. Bei Pilzerkrankungen, die immer wieder aufflammen, obwohl sie zunächst erfolgreich zurückgedrängt schienen, muss der Arzt die Ursachen ebenfalls abklären.

5. Hausmittel im Küchenschrank lassen

Hausmittel sind als Behandlungsalternative bei Hautpilzerkrankungen immer wieder im Gespräch. Die meisten Produkte kommen aus dem Küchenschrank und sollten dort auch bleiben. Abgesehen davon, dass wissenschaftliche Beweise ihrer medizinischen Wirksamkeit fehlen, zögern sie eine verlässliche Behandlung gegen den Pilzerreger hinaus. Sie können das Krankheitsbild verschlimmern, indem sie die Haut zusätzlich reizen oder zu Unverträglichkeitsreaktionen führen.

6. Arzneimittel gegen Hautpilz aus der Apotheke

Eine Vielzahl erprobter Antimykotika für die lokale Anwendung steht Ihnen rezeptfrei in der Apotheke zur Verfügung. Nutzen Sie die Beratung Ihres Apothekers und suchen Sie den für Ihre Hautpilzerkrankung passenden Wirkstoff aus. Insbesondere bei Fußpilzerkrankungen beteiligen sich in manchen Fällen unterschiedliche Pilzfamilien wie Hefen und Fadenpilze und darüber hinaus Bakterien an der Krankheitsentwicklung. Cremes und Sprays mit dem Wirkstoff Bifonazol zählen zu den Antimykotika, die mit Breitbandwirkung alle relevanten Pilze bekämpfen und Entzündungsreaktionen lindern.

7. Behandlung sorgfältig durchführen und durchhalten

Führen Sie die Behandlung mit verlässlicher Therapietreue durch. Beherzigen Sie die Empfehlungen zur Anwendungsweise und -häufigkeit und bleiben Sie über den gesamten Behandlungszeitraum hinweg gewissenhaft bei der Sache. Nur dann kann das Antimykotikum richtig wirken und die Gefahr eines Rückfalls sinkt.

8. Auf die richtige Pflege achten

Pflegen Sie Ihre Haut sorgfältig, aber achten Sie dabei auf eine sanfte Reinigung mit pH-neutralen, gut verträglichen Pflegemitteln. Versuchen Sie, stark parfümierte Kosmetika zu meiden, und trocknen Sie Ihre Haut nach dem Kontakt mit Wasser sanft, aber gründlich ab.

9. Mit Hygienemaßnahmen eine Ausbreitung verhindern

Um Erreger nicht zu verschleppen, verwenden Sie für Hautbereiche, die von einer Pilzinfektion betroffen sind, ein eigenes Handtuch, das Sie nach einmaliger Benutzung in die Waschmaschine geben. Reichen Sie Pflegeutensilien, Wäsche und Schuhe nicht an andere Personen weiter. Waschen Sie Wäsche bei möglichst hohen Temperaturen oder nutzen Sie einen speziellen Hygiene-Wäschespüler.

10. Einer Ansteckung vorbeugen

Vermeiden Sie das Barfußlaufen an feucht-warmen Orten wie öffentlichen Schwimmbädern, Saunen und Nassräumen oder Teppichböden in Hotelzimmern. Tragen Sie luftige Kleidung aus Naturmaterialien, atmungsaktive Socken und Schuhe, die nicht einengen.
Pflichttext