Nagelpilz-Behandlung mit Laser: pro und contra

Je früher Nagelpilz erkannt und behandelt wird, desto besser lässt sich die unangenehme Krankheit mit Cremes oder Anti-Pilz-Lacken bekämpfen. Sind die Erreger jedoch erst einmal unter den Nagel gelangt und tief in das Nagelbett eingedrungen, erweist sich Nagelpilz als sehr hartnäckig. In Fällen, bei denen die lokale Therapie mit Cremes oder die systemische Behandlung in Tablettenform an ihre Grenzen gestoßen ist, greifen Mediziner immer öfter zu einer Alternative: der Nagelpilz-Behandlung mit Laser.

Die Behandlung durch Laser schont den Nagel

Während bei älteren Methoden auch der Nagel durch den Laser verdampft wurde, sind moderne Verfahren deutlich schonender. Das Laserlicht durchdringt die Hornplatte gezielt bis zum infizierten Gewebe – der Nagel selbst und das umliegende Gewebe bleiben jedoch erhalten. Ist der Nagel durch den Pilz bereits stark verdickt, wird er vor Behandlungsbeginn oft etwas abgeschliffen. Besonders oft kommt bei Nagelpilz der PinPointe-Footlaser zum Einsatz. Er gibt Strahlen in kurzen Lichtintervallen ab und ist als einziger Laser durch die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA zur Therapie von Nagelpilz zugelassen. Auch durch die EU ist das Gerät inzwischen zertifiziert. In Fachkreisen ist die Wirksamkeit allerdings bisher nicht allgemein anerkannt. Eine Nagelpilz-Laserbehandlung sollte nur von einem Arzt und nicht von einem Fußpfleger vorgenommen werden. Die Therapie durch den PinPointe-Footlaser ist schmerzarm, sodass es keiner Betäubung bedarf. Patienten berichten lediglich von einem leichten Kribbeln und einer Wärmeentwicklung.

Eine Nachsorge mit Creme ist unerlässlich

Nagelpilzbehandlung durch Laser wird angeboten – auch wenn nicht vollständig geklärt ist, ob und wie die Laserstrahlen den Pilz tatsächlich vollständig inaktivieren. Problematisch ist auch die Tatsache, dass die Sporen des Erregers – anders als der Pilz selbst – äußerst widerstandsfähig gegen Hitze und andere schädliche Einflüsse sind. Wenn Sie die Behandlung überstehen, wird die Krankheit sich bald von Neuem unter dem Nagel ausbreiten. Ob der Laser wirklich nachhaltig von Pilz befreit oder ihn lediglich kurzfristig lindert, bleibt daher abzuwarten. In jedem Fall sollten Patienten zusätzlich eine örtliche Behandlung mit Antimykotika durchführen. Eine Lasersitzung kostet etwa 70 bis 120 Euro. Da in der Regel mehrere Behandlungen im Abstand von zwei bis vier Wochen nötig sind, sollten Patienten mit einer Gesamtsumme von bis zu 500 Euro rechnen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen diese Kosten nicht.

Auf einen Blick: Die Vor- und Nachteile der Nagelpilzbehandlung mit Laser

Die Vorteile einer Lasertherapie sind:

  • Die Behandlung ist schmerzarm.
  • Der Nagel bleibt meist erhalten.
  • Mobilität oder Arbeitsfähigkeit werden nicht beeinträchtigt.
  • Keine Belastung des Organismus wie bei einer Tabletteneinnahme.

Allerdings sollten die Nachteile vor Beginn einer solchen Therapie erwogen werden:

  • Kosten in Höhe von ca. 500 Euro, die für gesetzlich Versicherte selbst zu tragen sind.
  • Die Nachbehandlung mit einem Pilzmedikament bleibt notwendig.
  • Der Laser bekämpft den Pilz – die Sporen können jedoch erhalten bleiben.

Bisher liegen kaum Studien und Erfahrungen über die Nagelpilz-Behandlung mit Laser vor. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt umfassend über Vor- und Nachteile und Alternativen der Lasertherapie beraten, bevor Sie durchführen lassen.

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Letzte Änderung: 14.06.2017

Pflichtangaben

Canesten® GYN Once Kombi, Canesten® GYN 3-Tage Kombi, Canesten® GYN 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete Kombipackungen: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide und Schamlippen durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien. Anwendungsgebiete 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien.
Hinweis für die Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Canesten® Extra Nagelset
Anwendungsgebiete: Zur nagelablösenden Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel an Händen und Füßen mit gleichzeitiger gegen Pilze gerichteter (antimykotischer) Wirkung.
Hinweis: Enthält Wollwachs. Bitte Packungsbeilage beachten!

Canesten® Extra Creme
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände (einschließlich der Behandlung eines freigelegten Nagelbettes in Folge einer Nagelsubstanz auflösenden Nagelpilztherapie); Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen.

Canesten® Extra Spray
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände; Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen. Hinweis: Das Spray nicht gegen Flammen oder auf glühende Gegenstände sprühen. Von Zündquellen fernhalten – nicht rauchen. Die Spraylösung ist aufgrund des Ethanolgehaltes leichtentzündlich.

Canesten® Creme und Spray
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut (bei Creme zusätzlich: und Schleimhaut), verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere, wie Malassezia furfur, sowie Hautinfektionen durch Corynebacterium minutissimum.
Hinweis für Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.
Hinweis für Spray: Enthält Propylenglycol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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