Mittel gegen Hautpilz: warum sie nötig sind

Ganz gleich, für welches Mittel gegen Hautpilz Sie sich letztendlich entscheiden: Es ist gut, dass Sie aktiv werden. Denn Hautpilz, obwohl vergleichsweise harmlos, kann sich zu einem chronischen Problem entwickeln, das nicht nur kosmetische Auswirkungen hat. Treten die juckenden und roten Stellen zum Beispiel an der Kopfhaut auf und werden nicht rechtzeitig behandelt, können die Haare abbrechen und kahle Stellen entstehen. Indes zeigt nicht jedes Mittel gegen Hautpilz die gleichen Ergebnisse. Sie sollten die Auswahl Ihrer Therapie genau auf Ihren speziellen Zustand und die Stärke der Symptome abstimmen. Hier erhalten Sie einen Überblick über die gängigen Mittel gegen Hautpilz.

Mittel gegen Hautpilz aus der Apotheke

Weil Hautpilz zu den häufigsten Infektionserkrankungen gehört, sind die Apotheken in dieser Hinsicht gut mit Antipilzmitteln ausgestattet. Je nach Art und Intensität der Erkrankung können Sie Tinkturen, Cremes oder Salben erwerben, die vor allem oberflächliche Pilzinfektionen der freien Haut bekämpfen.

Hauptwirkstoff bei all diesen Präparaten ist ein Antimykotikum, also ein Mittel, das das Wachstum der Pilzerreger hemmt oder sie unmittelbar bekämpft. Gängige Wirkstoffe sind zum Beispiel Clotrimazol oder Bifonazol. Mit einem breiten Wirkspektrum bekämpfen sie mehrere Pilzfamilien gleichzeitig. Je nach Infektionsort, beteiligten Erregern und Krankheitsfortschritt kann es eine ganze Weile dauern, bis das Mittel gegen Hautpilz wirkt.

Ist die Infektion weit fortgeschritten oder breitet sich in unzugänglichen Körperregionen aus, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er entscheidet, ob ein orales Antimykotikum in Form von Tabletten zum Einsatz kommen sollte. Die Wirkstoffe Itraconazol und Terbinafin stehen zum Beispiel für eine systemische Therapie aus dem Körperinneren zur Verfügung. Wichtig ist, dass Sie jedes Mittel gegen Hautpilz entsprechend den Anweisungen des Arztes oder Apothekers einnehmen und die Therapiedauer genau einhalten, auch wenn die Symptome bereits nach kurzer Zeit zurückgehen. Der Pilz muss sorgfältig bekämpft werden, damit die Infektion nach Abbruch der Behandlung nicht erneut aufflammt.

Mittel gegen Hautpilz aus Küche und Natur

Einschlägige Foren und Großmutters Erfahrungsschatz empfehlen eine Vielzahl von Hausmitteln gegen Hautpilz. Für die Wirksamkeit von Stoffen wie Zimt oder Lavendel gibt es allerdings keine wissenschaftlichen Beweise. Einige angepriesene Mittel gegen Hautpilz aus der Natur sind vollkommen wirkungslos, andere, wie zum Beispiel Salbei, können im besten Falle die Entzündungserscheinungen wie Juckreiz und Rötungen lindern.

Hausmittel können möglicherweise eine Ergänzung zur Therapie sein, sind jedoch kaum in der Lage, die Erreger selbst erfolgreich zu schädigen. Doch genau das ist wichtig, um die Erkrankung zu bekämpfen. In diesem Zusammenhang sollten Sie auch homöopathische Mittel eher kritisch sehen. Gut ist jedoch, wenn diese die Abwehrkräfte des Körpers stärken und so die Therapie begleiten.

Andere Mittel gegen Hautpilz vom Arzt

Die Behandlung eines Hautpilzes mittels Lasertherapie wird in immer mehr Praxen angeboten. Die Wärme des gebündelten Lichtstrahls soll dabei die einzelnen Pilze töten. Meist sind mehrere Sitzungen nötig, um die betroffenen Stellen zu behandeln. Trotz des fortschreitenden Technikstandes sind Laserbehandlungen noch immer nicht ohne Risiko und von der Fachwelt nicht allgemein anerkannt. Zudem kann es zu Schmerzen bei der Behandlung kommen. Diese Methode eignet sich zudem nur für solche Hautstellen, an denen keine Haare vorhanden sind. Auch bei einem Genitalpilz können sie nicht eingesetzt werden.

Begleitende Mittel gegen Hautpilz

Einer der wichtigsten Faktoren bei der Bekämpfung von Hautpilz ist das Verhalten des Patienten selbst. Denn Pilzkeime tummeln sich fast überall. Wenn Sie es den Erregern am und im Körper schwer machen, sich auszubreiten, können Sie die Gefahr einer Ansteckung oder Wiederansteckung jedoch verringern.

Pilze fühlen sich an feuchten, warmen Orten, wie etwa zwischen den Zehen, sehr wohl und gelangen über kleine Verletzungen in die obere Hornschicht der Haut. Trocknen Sie deshalb Ihre Füße immer gut ab und tragen Sie atmungsaktives und luftiges Schuhwerk. Besonders Sportler, Menschen mit geschwächtem Immunsystem und chronisch Kranke sollten Vorsichtsmaßnahmen gegen Pilzinfektionen ergreifen. Betreten Sie deshalb niemals einen öffentlichen Bereich wie Schwimmbäder, Umkleideräume oder Hotelzimmer ohne Schuhe und desinfizieren Sie Sportgeräte nach der Verwendung.

Auch die Ernährung spielt bei der Prävention von Hautpilz und Co. eine Rolle. Denn Pilzerreger verwenden Zucker für ihren Stoffwechsel. Wenn Sie auf süße Lebensmittel oder kohlenhydrathaltige Speisen zugunsten von Gemüse und Vollkornprodukte verzichten, stärken Sie Ihr Immunsystem und entziehen den Sporen die Lebensgrundlage.

Bei der Körperhygiene sollten Sie auf zu aggressive Pflegeprodukte verzichten, die das gesunde Gleichgewicht der Hautflora gefährden könnten. Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen sind während der Therapie einer Pilzinfektion besonders wichtig. Durch die Kombination wirksamer Mittel gegen Hautpilz und einem gesundheitsbewussten Verhalten können Sie der Ausbreitung der Erkrankung entgegenwirken.

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Letzte Änderung: 25.01.2017

Pflichtangaben

Canesten® GYN Once Kombi, Canesten® GYN 3-Tage Kombi, Canesten® GYN 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete Kombipackungen: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide und Schamlippen durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien. Anwendungsgebiete 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien.
Hinweis für die Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Canesten® Extra Nagelset
Anwendungsgebiete: Zur nagelablösenden Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel an Händen und Füßen mit gleichzeitiger gegen Pilze gerichteter (antimykotischer) Wirkung.
Hinweis: Enthält Wollwachs. Bitte Packungsbeilage beachten!

Canesten® Extra Creme
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände (einschließlich der Behandlung eines freigelegten Nagelbettes in Folge einer Nagelsubstanz auflösenden Nagelpilztherapie); Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen.

Canesten® Extra Spray
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände; Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen. Hinweis: Das Spray nicht gegen Flammen oder auf glühende Gegenstände sprühen. Von Zündquellen fernhalten – nicht rauchen. Die Spraylösung ist aufgrund des Ethanolgehaltes leichtentzündlich.

Canesten® Creme und Spray
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut (bei Creme zusätzlich: und Schleimhaut), verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere, wie Malassezia furfur, sowie Hautinfektionen durch Corynebacterium minutissimum.
Hinweis für Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.
Hinweis für Spray: Enthält Propylenglycol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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