Pilzinfektion im Urlaub: Mit Scheidenpilz ins Schwimmbad?

Scheidenpilz ist weit verbreitet und gehört zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Die meisten Frauen machen mindestens einmal im Leben Erfahrung mit einem Vaginalpilz. Trotzdem gibt es einige Mythen rund um die Erkrankung, die sich hartnäckig halten. Einer davon betrifft das Schwimmen: Es wird behauptet, dass man auf keinen Fall mit Scheidenpilz ins Schwimmbad gehen sollte. Doch was ist dran an dem Gerücht?

Scheidenpilz im Schwimmbad – Ansteckungsgefahr für andere Frauen?

Ein immer wieder angeführtes Argument gegen das Schwimmen bei Scheidenpilz ist die mögliche Gefahr, dass andere Frauen sich anstecken könnten. Dies ist jedoch extrem unwahrscheinlich. Generell sind die wenigsten Scheidenpilz-Infektionen aufgrund einer Ansteckung entstanden. Scheidenpilz zählt noch nicht einmal zu den Geschlechtskrankheiten, weil selbst der direkte sexuelle Kontakt bei der Erkrankung nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Die Erreger kommen auch bei den meisten gesunden Frauen in der Scheidenflora vor. Ein massiver Pilzbefall entsteht dann, wenn das natürliche Scheidenmilieu aus dem Gleichgewicht gerät.

Mit Scheidenpilz ins Schwimmbad: Das sollten Sie beachten

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, dass Sie trotz Scheidenpilz ins Schwimmbad gehen. Im Interesse einer schnellen Heilung sollten Sie jedoch einige Dinge beachten.

  • Generell sollte eine Pilzinfektion immer mit geeigneten Medikamenten behandelt werden. Einige zuverlässige und wirksame Antimykotika erhalten Sie auch rezeptfrei in der Apotheke. Bei Auslandsreisen empfiehlt es sich, diese in der Reiseapotheke vorrätig zu haben – vor allem, wenn Sie in der Vergangenheit bereits Erfahrungen mit Scheidenpilz gemacht haben.
  • Bedenken Sie, dass ein langes Verweilen im Wasser die Schleimhäute der Scheide aufweicht und dadurch durchlässiger für die Pilze macht. Wenn Sie mit Scheidenpilz ins Schwimmbad gehen, sind daher eher kurze Phasen der Abkühlung im Wasser zu empfehlen.
  • Pilze mögen es warm und feucht. Die nasse Badebekleidung ist deshalb nach dem Schwimmen sofort zu wechseln.
  • Stark gechlortes Wasser kann die Scheidenschleimhäute zusätzlich belasten. Auch dies ist ein Grund, nicht allzu lange im Wasser zu verweilen, wenn Sie mit Scheidenpilz ins Schwimmbad gehen. Falls Sie die Alternative haben, im Meer zu baden, ist dieses dem Chlorwasser vorzuziehen. In manchen Fällen wirkt sich das Salzwasser sogar positiv auf die Regenerierung der Scheidenflora aus.

Sie sehen: Wenn Sie im Urlaub an einer Pilzinfektion erkranken, dürfen Sie trotz Scheidenpilz ins Schwimmbad gehen. Wichtig ist, dass Sie die Infektion mit Medikamenten behandeln und mit Ihrem Badeverhalten den Heilungsprozess unterstützen.

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Letzte Änderung: 25.01.2017

Pflichtangaben

Canesten® GYN Once Kombi, Canesten® GYN 3-Tage Kombi, Canesten® GYN 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete Kombipackungen: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide und Schamlippen durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien. Anwendungsgebiete 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien.
Hinweis für die Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Canesten® Extra Nagelset
Anwendungsgebiete: Zur nagelablösenden Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel an Händen und Füßen mit gleichzeitiger gegen Pilze gerichteter (antimykotischer) Wirkung.
Hinweis: Enthält Wollwachs. Bitte Packungsbeilage beachten!

Canesten® Extra Creme
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände (einschließlich der Behandlung eines freigelegten Nagelbettes in Folge einer Nagelsubstanz auflösenden Nagelpilztherapie); Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen.

Canesten® Extra Spray
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände; Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen. Hinweis: Das Spray nicht gegen Flammen oder auf glühende Gegenstände sprühen. Von Zündquellen fernhalten – nicht rauchen. Die Spraylösung ist aufgrund des Ethanolgehaltes leichtentzündlich.

Canesten® Creme und Spray
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut (bei Creme zusätzlich: und Schleimhaut), verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere, wie Malassezia furfur, sowie Hautinfektionen durch Corynebacterium minutissimum.
Hinweis für Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.
Hinweis für Spray: Enthält Propylenglycol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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