Hätten Sie's gewusst? Zehn Fakten über Scheidenpilz

Obwohl Scheidenpilz eine sehr häufig vorkommende gynäkologische Erkrankung ist, trauen sich viele betroffene Frauen nicht, darüber zu sprechen. Sie schämen sich und fürchten, dass aufgrund der Infektion ein falscher Eindruck über ihre Lebensgewohnheiten entstehen könnte. Dabei sind solche Vorurteile völlig unbegründet. Diese zehn Dinge sollten Sie über Scheidenpilz wissen:

1. Scheidenpilz ist keine Geschlechtskrankheit

Eine der größten Sorgen, die sich Frauen bei einer Scheidenpilzinfektion machen, ist der Gedanke, dass ihnen aufgrund der Erkrankung ein ausschweifendes Sexualleben unterstellt wird. Scheidenpilz ist jedoch keine Geschlechtskrankheit, denn die sexuelle Aktivität spielt bei der Ansteckung kaum eine Rolle. Tatsächlich erkranken sehr oft Frauen, die sexuell gar nicht aktiv sind oder die mit Kondomen verhüten.

2. Scheidenpilz entsteht nicht durch mangelnde Hygiene

Die zweite große Sorge betrifft die Hygiene: Die Betroffenen fürchten, dass die Pilzerkrankung als Zeichen für eine mangelhafte Körperpflege gesehen werden könnte. Dieser Gedanke ist völlig unbegründet – das Gegenteil ist sogar eher der Fall. Eine Scheidenpilzinfektion entsteht immer dann, wenn das mikrobiologische Gleichgewicht der Scheidenflora durcheinandergerät. Dies kann unter anderem aufgrund einer übertriebenen Hygiene im Intimbereich geschehen.

3. Scheidenpilz wird durch Hefepilze verursacht

Scheidenpilz wird tatsächlich durch winzig kleine Pilze verursacht, meist durch Hefepilze. Wie alle Pilze vermehren sie sich durch Sporen. Besonders in einer feuchten, warmen Umgebung finden Hefepilze die optimalen Wachstumsbedingungen. Deshalb ist die Scheide ein Ort, in dem es leicht zu Infektionen kommen kann.

4. Scheidenpilz ist kaum ansteckend

Im Gegensatz zu den typischen Geschlechtskrankheiten (z. B. Syphilis) wird Scheidenpilz beim Geschlechtsverkehr kaum übertragen. Zwar können bei ungeschütztem Verkehr einzelne Erreger auf den Penis des Partners gelangen. Aber anders als die Scheide ist die Eichel des Mannes trocken und besser belüftet. Deswegen kommt es dort nicht zu einer starken Vermehrung der Hefepilze. Wenn eine Frau jedoch immer wieder an Scheidenpilzinfektionen leidet, lohnt es sich, den Partner ebenfalls zu behandeln. Denn es kann sein, dass er lebende Pilze trägt und deswegen seine Partnerin immer wieder infiziert, obwohl er selbst keine Symptome einer Pilzinfektion zeigt.

5. Scheidenpilz hat etwas mit dem Hormon- und Immunsystem zu tun

Hefepilze leben nicht bei allen, aber bei sehr vielen Frauen in der Scheide – auch bei gesunden. Ob es zu einer Infektion kommt, hängt vom Zustand der Scheidenflora ab. Normalerweise herrscht dort ein mikrobiologisches Gleichgewicht, in dem sich potenziell krankmachende Organismen nicht ungehindert ausbreiten können. Kommt es zu einer Störung dieses Gleichgewichts, entsteht die Pilzinfektion. Typische Ursachen für eine erhöhte Anfälligkeit sind hormonelle Veränderungen (z. B. in der Schwangerschaft) und eine geschwächte Immunabwehr. Auch eine Therapie mit Antibiotika erhöht die Infektionsgefahr.

6. Scheidenpilz ist nicht gefährlich, muss aber behandelt werden

Die Symptome der Pilzinfektion sind unangenehm, doch Scheidenpilz ist nicht gefährlich. Trotzdem muss er behandelt werden, denn von allein verschwinden die Erreger nicht. Die Therapie erfolgt mit einem Antimykotikum.

7. Scheidenpilz kann man gut in Eigenregie bekämpfen

Einige antimykotische Wirkstoffe wie z. B. Clotrimazol können Sie rezeptfrei in der Apotheke kaufen oder im Internet bestellen. Dies ermöglicht die Behandlung in Eigenregie.

8. Scheidenpilz kann bei Kindern vorkommen

Es kommt selten vor, aber auch Mädchen vor der Pubertät und selbst Babys können an Scheidenpilz erkranken.

9. Mit Scheidenpilz darf man Sex haben

Wenn Sie sich wohlfühlen, spricht nichts dagegen, dass Sie während der Infektion sexuell aktiv sind. Wegen der Symptome haben allerdings viele Frauen in dieser Zeit keine Lust auf Sex.

10. Gegen Scheidenpilz kann man vorbeugen

Es gibt Möglichkeiten, das Risiko einer Pilzinfektion zu verringern. Dazu zählen eine angemessene Intimhygiene, das Tragen luftdurchlässiger Kleidung und Wäsche, v. a. bei warmem Wetter, und alle Maßnahmen, die die körpereigene Immunabwehr stärken: eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und regelmäßiger Schlaf.

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Letzte Änderung: 25.01.2017

Pflichtangaben

Canesten® GYN Once Kombi, Canesten® GYN 3-Tage Kombi, Canesten® GYN 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete Kombipackungen: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide und Schamlippen durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien. Anwendungsgebiete 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien.
Hinweis für die Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Canesten® Extra Nagelset
Anwendungsgebiete: Zur nagelablösenden Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel an Händen und Füßen mit gleichzeitiger gegen Pilze gerichteter (antimykotischer) Wirkung.
Hinweis: Enthält Wollwachs. Bitte Packungsbeilage beachten!

Canesten® Extra Creme
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände (einschließlich der Behandlung eines freigelegten Nagelbettes in Folge einer Nagelsubstanz auflösenden Nagelpilztherapie); Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen.

Canesten® Extra Spray
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände; Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen. Hinweis: Das Spray nicht gegen Flammen oder auf glühende Gegenstände sprühen. Von Zündquellen fernhalten – nicht rauchen. Die Spraylösung ist aufgrund des Ethanolgehaltes leichtentzündlich.

Canesten® Creme und Spray
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut (bei Creme zusätzlich: und Schleimhaut), verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere, wie Malassezia furfur, sowie Hautinfektionen durch Corynebacterium minutissimum.
Hinweis für Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.
Hinweis für Spray: Enthält Propylenglycol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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