So sieht eine gesunde Scheidenflora aus

Die vaginale Flora einer gesunden Frau ähnelt einem ausgeglichenen Ökosystem. Eine Vielzahl nützlicher Mikroorganismen trägt mit ihrer Aktivität zur Balance des Scheidenmilieus bei. Schon kurz nach der Geburt nehmen vorwiegend von der Mutter übertragene Keime ihren Lebensraum auf den Flächen der kindlichen Haut und Schleimhaut ein. Bei Mädchen entwickelt sich die Mikroflora der Scheide, deren Aufbau sich abhängig von der körperlichen Entwicklung und vom Lebensalter immer wieder verändert. Mit Beginn der Geschlechtsreife hat die bakterielle Besiedlung eine wichtige Wächterfunktion: Schützende Mikroorganismen beeinflussen durch ihren Stoffwechsel die Umgebungsbedingungen und verhindern auf diese Weise, dass sich potenziell schädliche Keime ausbreiten.

Sauer ist gesund: Wirkung von Milchsäurebakterien

Die wichtigsten „Bewohner“ der weiblichen Scheide sind Mikroorganismen aus der Familie der Milchsäurebakterien. Wenn die Zellen der Vaginalhaut unter dem Einfluss des Geschlechtshormons Östrogen Zucker (Glukose) bilden, fühlen sich Milchsäurebakterien (Laktobazillen) besonders wohl. Ihre Anwesenheit und ungestörte Entfaltung in der Vaginalflora ist in mehrfacher Hinsicht von entscheidender Bedeutung für die Abwehrmechanismen gegen Krankheitserreger.

Schutzfunktion von Wasserstoffperoxid (H2O2)

Milchsäurebakterien brauchen keinen Sauerstoff, um zu gedeihen. Ein Teil von ihnen ist jedoch in der Lage, Sauerstoff zu verwerten und daraus in einem Stoffwechselprozess Wasserstoffperoxid (H2O2) zu erzeugen. Der Stoff hat desinfizierende Eigenschaften, insbesondere gegenüber Bakterien, die anaerob, also unter Ausschluss von Sauerstoff leben.

Natürliche Zusammensetzung der Scheidenflora

Etwa fünf bis sieben Stämme von Milchsäurebakterien stellen den Hauptanteil der Bewohner in einer ausgeglichenen Scheidenflora. Das mikrobiologische Gleichgewicht schwankt mit den hormonellen Veränderungen im Leben einer Frau. Im periodischen Verlauf des weiblichen Monatszyklus, aber auch mit dem Eintritt in die Wechseljahre ist die Ausschüttung von Östrogen natürlichen Veränderungen unterworfen. Dieses Auf und Ab wirkt sich auf die Lebensbedingungen der Milchsäurebakterien aus.

Neben den dominanten Laktobazillen ist eine Vielzahl anderer Keime in der Scheide nachweisbar. Zur normalen Besiedlung können durchaus auch Pilze aus der Familie der Hefen oder anaerob lebende Bakterien gehören, die als mögliche Krankheitserreger gelten. Entscheidend für ihre potenziell schädliche Wirkung ist nicht in erster Linie ihre Anwesenheit in der Vaginalflora. Ausschlaggebend ist vielmehr, wie stark sie sich vermehren können und in welchem Mengenverhältnis sie den nützlichen Laktobazillen gegenüberstehen.

Individuelle Unterschiede in der Zusammensetzung der Scheidenflora

Die Zusammensetzung der Scheidenflora ist ein individuelles Merkmal und von Frau zu Frau verschieden. Der Anteil der Milchsäurebakterien schwankt insgesamt – möglich sind aber auch Verschiebungen innerhalb der einzelnen Keimfamilien. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten zeigen, dass Frauen mit einem normalen Anteil an Laktobazillen dennoch unter den Beschwerden einer bakteriellen Vaginose leiden können, wenn zu wenige der nützlichen Mikroorganismen in der Lage sind, Wasserstoffperoxid zu bilden. Andererseits gibt es einen Anteil an Frauen, in deren Scheide Laktobazillen vollständig fehlen, ohne dass sich gesundheitliche Beeinträchtigungen bemerkbar machen. Sie haben durch die Abwesenheit der Milchsäurebakterien einen relativ hohen pH-Wert von etwa 5 und bleiben dabei beschwerdefrei.

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Letzte Änderung: 25.01.2017

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Canesten® GYN Once Kombi, Canesten® GYN 3-Tage Kombi, Canesten® GYN 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete Kombipackungen: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide und Schamlippen durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien. Anwendungsgebiete 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien.
Hinweis für die Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.

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Anwendungsgebiete: Zur nagelablösenden Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel an Händen und Füßen mit gleichzeitiger gegen Pilze gerichteter (antimykotischer) Wirkung.
Hinweis: Enthält Wollwachs. Bitte Packungsbeilage beachten!

Canesten® Extra Creme
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände (einschließlich der Behandlung eines freigelegten Nagelbettes in Folge einer Nagelsubstanz auflösenden Nagelpilztherapie); Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen.

Canesten® Extra Spray
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände; Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen. Hinweis: Das Spray nicht gegen Flammen oder auf glühende Gegenstände sprühen. Von Zündquellen fernhalten – nicht rauchen. Die Spraylösung ist aufgrund des Ethanolgehaltes leichtentzündlich.

Canesten® Creme und Spray
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut (bei Creme zusätzlich: und Schleimhaut), verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere, wie Malassezia furfur, sowie Hautinfektionen durch Corynebacterium minutissimum.
Hinweis für Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.
Hinweis für Spray: Enthält Propylenglycol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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