Scheidenpilz vorbeugen und Infektionen vermeiden

Eine Pilzinfektion im Intimbereich ist sehr unangenehm für die betroffene Frau. Mit wenig Aufwand können Sie Scheidenpilz vorbeugen und Infektionen vermeiden.

Eine Infektion mit einem Scheidenpilz, medizinisch auch Vaginalmykose genannt, ist eine harmlose aber sehr unangenehme Erkrankung. Auslöser sind Hefepilze, in den meisten Fällen ist der Übeltäter Candida albicans. Frauen, die eine Vaginalmykose erlebt haben oder öfter unter den Beschwerden leiden, möchten dem Scheidenpilz vorbeugen. Eine Scheidenpilz-Infektion lässt sich zwar leicht mit Präparaten aus der Apotheke selbst behandeln, trotzdem ist angenehmer erst gar nicht zu erkranken.

Eine Scheidenpilz-Infektion erkennen

Damit Sie schnell reagieren und den Scheidenpilz mit Medikamenten bekämpfen können, ist es wichtig, eine Erkrankung frühzeitig und sicher zu erkennen. Eine Pilzinfektion im Intimbereich zeigt sich durch typische Symptome. Jede Frau ist anders und auch je nach Schwere der Infektion zeigen sich unterschiedliche Beschwerden –
von mild bis sehr belastend. Hier erhalten Sie einen Überblick.

Die meisten Frauen leiden unter:

  • einem juckendem Intimbereich
  • weißlichen Belägen im Bereich des Scheideneingangs
  • einer leichten Schwellung der Schamlippen
  • einem weißen Ausfluss mit einer an Quark erinnernden Konsistenz

Diese Symptome sind ebenfalls weit verbreitet:

  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • zäher, trüber Ausfluss
  • stark gerötete Schleimhäute
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Hautrissen und Wundsein im Bereich der Scheide

Eine Vaginalmykose können Sie leicht und bequem mit Medikamenten mit dem Wirkstoff Clotrimazol behandeln. Die Produkte erhalten Sie rezeptfrei und diskret in Ihrer Apotheke. In einigen Fällen ist es allerdings sinnvoll, den Arzt aufzusuchen.

Vereinbaren Sie einen Termin beim Gynäkologen, wenn:

  • Sie zum ersten Mal an einer Vaginalmykose leiden.
  • Sie mehr als viermal pro Jahr an Scheidenpilz leiden oder die letzte Infektion weniger als zwei Monate zurückliegt.
  • die Behandlung nach drei Tagen keine deutliche Besserung bringt oder die Symptome nicht nach spätestens sieben Tagen komplett verschwunden sind.
  • Sie jünger als 12 Jahre sind.
  • Sie unter Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit oder Erbrechen leiden.
  • Sie einen übel riechenden, fischigen oder ungewöhnlich starken Ausfluss feststellen.
  • Sie unter Schmerzen im Bauch oder Unterleib leiden.
  • Sie bei einer früheren Behandlung allergisch auf Pilz bekämpfende Medikamente reagiert haben.

Scheidenpilz oder bakterielle Vaginose?

Scheidenpilz ist nicht die einzige Vaginalerkrankung, an der Frauen erkranken. Nicht nur Pilze, sondern auch Bakterien können eine Entzündung im weiblichen Intimbereich verursachen. Die sogenannte bakterielle Vaginose ist eine andere Art der Infektion und deshalb anders behandelt werden muss. Einige Symptome ähneln den Beschwerden bei einer Scheidenpilz-Infektion. Insbesondere Jucken, Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen kommen bei beiden Erkrankungen vor.

Einmal Scheidenpilz – immer Scheidenpilz?

Viele Frauen glauben, dass sie immer wieder an Scheidenpilz erkranken, wenn sie einmal von einer Infektion betroffen waren. In manchen Fällen trifft das zu, andere Frauen erleben nur eine Erkrankung in ihrem ganzen Leben. Die Ursache für eine Vaginalmykose ist in 90 % der Fälle der Hefepilz Candida albicans. Hefepilze kommen überall in der Umwelt vor und einige wenige Pilze finden sich auch immer im weiblichen Intimbereich. Solange die Scheidenflora gesund ist und einen niedrigen pH-Wert aufweist, können sich diese Pilze nicht vermehren. Das saure Milieu und „gute“ Bakterien bilden eine natürliche Barriere und halten die Pilze in Schach.
Erst wenn das Scheidenmilieu gestört wird, können sich die Pilze vermehren und die Symptome von Scheidenpilz auftreten. Beugen Sie Scheidenpilz vor, indem Sie das gesunde Milieu in Ihrem Intimbereich stärken.

Pilze lieben ein feucht-warmes Klima

Die falsche Kleidung begünstigt Scheidenpilz. Unterwäsche aus Kunstfasern ist nur wenig luftdurchlässig und schafft ein feucht-warmes Milieu im Intimbereich. Das bietet dem Scheidenpilz ideale Bedingungen, um sich zu vermehren. Außerdem dürfen diese Fasern nur bei niedrigen Temperaturen gewaschen werden. Eventuell vorhandene Pilze bleiben im Material zurück und können die Trägerin immer wieder neu infizieren. Bevorzugen Sie deshalb Wäsche aus Baumwolle. Sie leitet Feuchtigkeit ab und kann hygienisch sauber gewaschen werden. Um Scheidenpilz vorzubeugen, ist es sinnvoll, auf Slipeinlagen zu verzichten. Auch sie behindern die Belüftung und oft verursachen sie kleinste Verletzungen, die dem Pilz als Eintrittspforte dienen. Auch die richtige Wischtechnik nach dem Toilettengang kann Scheidenpilz vorbeugen. Wischen Sie immer von vorn nach hinten, um keine Darmbakterien in den Intimbereich zu bringen.

Scheidenpilz und Hygiene: Bitte nicht übertreiben

Mangelnde Körperpflege ist in der Regel nicht der Grund für eine Scheidenpilzinfektion, auch wenn sich betroffenen Frauen oft unwohl fühlen. Eher das Gegenteil ist der Fall. Durch übertriebene oder nicht angepasste Hygienemaßnahmen im Intimbereich wird die körpereigene Schutzbarriere geschädigt. Das Milieu in der Scheide verändert sich und der Pilz hat ein leichtes Spiel. Normales Duschgel kann die nützlichen Bakterien schädigen, Pilze sich so leicht vermehren. Sinnvoller sind spezielle Intimwaschlotionen mit Probiotika, die das natürliche Gleichgewicht unterstützen. In diesem Video erfahren Sie, wie Sie durch angepasste Intimhygiene Scheidenpilz vorbeugen.

Scheidenpilz vorbeugen in der Urlaubszeit: Lassen Sie sich nicht schönste Zeit des Jahres verderben

Im Urlaub ist eine Scheidenpilz-Infektion mehr als nur lästig. Das Jucken und Brennen im Intimbereich stört bei der Entspannung an Pool und Meer ebenso wie bei sportlichen Aktivitäten und Ausflügen. Doch besonders im Urlaub sind Frauen gefährdet, an einem Scheidenpilz zu erkranken. Die heißen Temperaturen in südlichen Ländern und lange Aufenthalte im Wasser sorgen für ein feucht-warmes Milieu im Intimbereich, in dem sich Pilze besonders wohlfühlen. Eine unkomplizierte und schnelle Behandlung mit dem Wirkstoff Clotrimazol bewirkt eine schnelle Linderung der Beschwerden. In diesem Video erfahren Sie, wie Sie sich optimal auf Ihren Urlaub vorbereiten, und wie Sie Scheidenpilz vorbeugen können.

Kann ich mit Scheidenpilz Sex haben?

Viele betroffene Frauen stellen sich die Frage, inwieweit Scheidenpilz und Sex zusammenhängen. Unsere Expertin beantwortet alle Fragen zum Thema Sex und Scheidenpilz und klärt auf, warum die Pilzinfektion keine Geschlechtskrankheit ist. Sie veranschaulicht außerdem, warum man sich trotzdem beim Sex mit dem Partner erneut mit der Infektion anstecken kann.

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Letzte Änderung: 25.01.2017

Pflichtangaben

Canesten® GYN Once Kombi, Canesten® GYN 3-Tage Kombi, Canesten® GYN 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete Kombipackungen: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide und Schamlippen durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien. Anwendungsgebiete 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien.
Hinweis für die Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Canesten® Extra Nagelset
Anwendungsgebiete: Zur nagelablösenden Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel an Händen und Füßen mit gleichzeitiger gegen Pilze gerichteter (antimykotischer) Wirkung.
Hinweis: Enthält Wollwachs. Bitte Packungsbeilage beachten!

Canesten® Extra Creme
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände (einschließlich der Behandlung eines freigelegten Nagelbettes in Folge einer Nagelsubstanz auflösenden Nagelpilztherapie); Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen.

Canesten® Extra Spray
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände; Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen. Hinweis: Das Spray nicht gegen Flammen oder auf glühende Gegenstände sprühen. Von Zündquellen fernhalten – nicht rauchen. Die Spraylösung ist aufgrund des Ethanolgehaltes leichtentzündlich.

Canesten® Creme und Spray
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut (bei Creme zusätzlich: und Schleimhaut), verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere, wie Malassezia furfur, sowie Hautinfektionen durch Corynebacterium minutissimum.
Hinweis für Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.
Hinweis für Spray: Enthält Propylenglycol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Bayer Vital GmbH, 51368 Leverkusen, Deutschland