Bei Scheidenpilz Medikamente sorgfältig wählen

Rechtzeitig angewendet zeigen bei Scheidenpilz Medikamente mit örtlicher Wirkung verlässliche Behandlungsergebnisse. Frauen, die mit den Symptomen einer Pilzinfektion aus Vorerkrankungen vertraut sind, suchen schon bei ersten Anzeichen wie Juckreiz, Brennen und vermehrtem, geruchlosem Ausfluss eine Apotheke auf. Der Griff zu einem frei verkäuflichen Antimykotikum für die Selbsttherapie am Ort der Infektion ist problemlos möglich, wenn nicht besondere Umstände gegen eine Behandlung in Eigenregie sprechen. Eine bestehende Schwangerschaft, erstmals auftretende Krankheitszeichen und sich wiederholende Scheidenpilzerkrankungen, die öfter als viermal im Jahr Beschwerden verursachen, sind in jedem Fall Gründe für den Besuch in der ärztlichen Sprechstunde.

Keine Hausmittel bei Scheidenpilz

Nach wie vor ist eine Vaginalmykose mit unnötigen Tabus behaftet. Es spricht für einen offenen Umgang mit der Erkrankung, dass bei mindestens einem Fünftel der Frauen im gebärfähigen Alter Keime aus der Familie der Hefen in der Scheide nachweisbar sind. In vielen Fällen bleibt die Besiedlung durch den Pilz Candida albicans, der als Hauptverursacher für eine Infektionserkrankung gilt, folgenlos und es treten keinerlei Beschwerden auf. Nimmt der Erreger jedoch einmal überhand und es zeigen sich typische Symptome seiner Aktivität, kann der Einsatz von Hausmitteln die Bekämpfung von Scheidenpilz mit Medikamenten nicht ersetzen. Mit Joghurt getränkte Tampons oder Essig-Sitzbäder sind Maßnahmen, die bestenfalls wirkungslos und schlimmstenfalls kontraproduktiv sind.

Das richtige Mittel gegen Scheidenpilz

Bei der Bekämpfung von Scheidenpilz sind Medikamente nur dann wirksam, wenn sie in der Lage sind, den Pilz unmittelbar anzugreifen und seine Ausbreitung zu stoppen. Für den örtlichen Einsatz gegen eine akute Scheidenpilzinfektion stehen Antimykotika aus den Familien der Imidazole oder Polyene sowie der Arzneistoff Ciclopiroxolamin zur Verfügung. Die Wirkstoffe greifen in die Stoffwechselprozesse der Pilzerreger ein, hemmen deren Wachstum und lassen sie absterben. In der Darreichungsform als Vaginaltablette, -zäpfchen oder Schmelzovula gelangen bei Scheidenpilz die Medikamente in tiefer gelegene infizierte Regionen. Zur Behandlung des äußeren Schambereichs eignen sich Cremes. Im Allgemeinen kommen die Anwendungsformen kombiniert zum Einsatz, sodass im Rahmen einer umfassenden örtlichen Therapie die Creme den Effekt einer Vaginaltablette ergänzt.Der Behandlungszeitpunkt in den Abendstunden ist ideal.. Während der Nachtruhe ist die Gefahr, dass der Arzneistoff ausläuft, geringer, und eine Vaginaltablette kann deshalb länger wirken. Die Anwendung der Vaginalcreme erfolgt zusätzlich zwei- bis dreimal, auch tagsüber. Ist die lokale Therapie – beispielsweise bei chronisch in kurzen Abständen wiederkehrenden Infektionen – nicht ausreichend, kann der Arzt ein Antimykotikum für die orale Einnahme verschreiben, das den Pilz auch aus dem Körperinneren angreift.

Clotrimazol – bei Scheidenpilz das Medikament der Wahl

Zu den rasch wirksamen Antipilzmitteln für die örtliche Anwendung in der Scheide gehört Clotrimazol aus der Gruppe der Imidazole. Der bewährte, 1973 erstmals zugelassene Wirkstoff verhindert die Bildung eines wichtigen Bausteins der Pilzzelle und stoppt auf diese Weise die Vermehrung des Erregers, der in der Folge abstirbt. Clotrimazol gilt nach wie vor als verträgliches Antipilzmittel der Wahl in der Bekämpfung von Scheidenpilz.

Wirkungsvolle Ein-Tages-Kombitherapie mit hoher Verträglichkeit

Spezielle Ein-Tages-Kombipräparate, wie Canesten Gyn Once Kombi, bekämpfen die Infektion ebenso zuverlässig wie das Präparat für die dreitägige Anwendung. Der intensive Effekt geht auf die Zusammensetzung des Arzneistoffs zurück. Zu den charakteristischen Eigenschaften gehören

  • eine Depotwirkung, die die Substanz konstant über einen Zeitraum von 72 Stunden hinweg am Ort der Infektion freisetzt
  • Der Milchsäurezusatz erzeugt ein saures Milieu, in dem die beschleunigte Freisetzung des Wirkstoffs möglich ist und sehr schnell große Wirkstoffmengen verfügbar werden.

Die gleichzeitige Behandlung mit der Vaginalcreme versorgt begleitend über einen Zeitraum von drei Tagen den äußeren Intimbereich.

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Letzte Änderung: 25.01.2017

Pflichtangaben

Canesten® GYN Once Kombi, Canesten® GYN 3-Tage Kombi, Canesten® GYN 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete Kombipackungen: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide und Schamlippen durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien. Anwendungsgebiete 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien.
Hinweis für die Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Canesten® Extra Nagelset
Anwendungsgebiete: Zur nagelablösenden Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel an Händen und Füßen mit gleichzeitiger gegen Pilze gerichteter (antimykotischer) Wirkung.
Hinweis: Enthält Wollwachs. Bitte Packungsbeilage beachten!

Canesten® Extra Creme
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände (einschließlich der Behandlung eines freigelegten Nagelbettes in Folge einer Nagelsubstanz auflösenden Nagelpilztherapie); Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen.

Canesten® Extra Spray
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände; Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen. Hinweis: Das Spray nicht gegen Flammen oder auf glühende Gegenstände sprühen. Von Zündquellen fernhalten – nicht rauchen. Die Spraylösung ist aufgrund des Ethanolgehaltes leichtentzündlich.

Canesten® Creme und Spray
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut (bei Creme zusätzlich: und Schleimhaut), verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere, wie Malassezia furfur, sowie Hautinfektionen durch Corynebacterium minutissimum.
Hinweis für Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.
Hinweis für Spray: Enthält Propylenglycol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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