Bakterielle Vaginose – Ursachen und Symptome

Die bakterielle Vaginose zählt bei Frauen im geschlechtsreifen Alter zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Insgesamt erkranken etwa 20 % aller Frauen mindestens einmal im Leben daran. Unbehandelt kann die Infektion aufsteigen und die Eileiter, die Eierstöcke oder die Gebärmutter mit infizieren. Bei schwangeren Frauen ist es möglich, dass es aufgrund der Vaginose zu einer Frühgeburt kommt. Deshalb ist es wichtig, für die Ursachen und Risiken der Infektion zu kennen, um die Symptome schon bei ihrem ersten Auftreten richtig deuten zu können. Je früher die Behandlung beginnt, desto unwahrscheinlicher ist das Auftreten von Komplikationen.

Die Ursache für die bakterielle Vaginose ist eine übermäßige Besiedlung der Scheide mit krankmachenden (sogenannten pathogenen) Bakterien, vor allem der Gattung Gardnerella vaginalis. Diese verdrängen die nützlichen Milchsäurebakterien in der Scheide, die normalerweise alle schädlichen Keime im Zaum halten, indem sie ein leicht saures Milieu aufrechterhalten. Kommt es zu einer starken Vermehrung der Gardnerellen, wird das Gleichgewicht der Scheidenflora gestört. Dies sind die typischen Symptome der bakteriellen Vaginose:

  • Entzündung der Scheide
  • vermehrter Ausfluss, gräulich oder grünlich, oft dünnflüssig oder schaumig
  • unangenehmer, fischartiger Geruch
  • Jucken und/oder Brennen im Intimbereich
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • seltener: Rötung und/oder Trockenheitsgefühl im Genitalbereich Typisch ist außerdem ein Anstieg des pH-Wertes in der Scheide. Normalerweise liegt dieser zwischen 3,8 und 4,4 und damit im leicht sauren Bereich. Bei einer bakteriellen Vaginose steigt der pH-Wert auf bis zu 5.

Neben Gardnerellen können auch Bakterienstämme wie Chlamydien, Peptostreptokokken oder Mykoplasmen eine bakterielle Vaginose verursachen. Häufig sind mehrere Erregerarten im Spiel, bei den meisten infizierten Frauen zwischen drei und sechs verschiedene Bakterienstämme.

Ursachen für die bakterielle Vaginose: Wege der Ansteckung

Pathogene Bakterien wie zum Beispiel Gardnerellen, eine der wesentlichen Ursachen der bakteriellen Vaginose, leben auch bei vielen gesunden Frauen in der Scheide. Ihre Anzahl ist jedoch verhältnismäßig gering. Weil die Milchsäurebakterien in der Scheide durch den Abbau von Glycogen Milchsäure produzieren und damit ein leicht saures Milieu schaffen, können sich die krankmachenden Mikroorganismen nicht übermäßig vermehren.

Mediziner vermuten, dass in den meisten Fällen die Ursache für die bakterielle Vaginose darin besteht, dass die pathogenen Keime von außen in die Scheide hinein gelangen. Bestimmte Bakterienarten können aus den Harnwegen oder aus dem Darm in die Scheide gelangen und dort eine bakterielle Vaginose verursachen. Darmbakterien können zum Beispiel durch Fehler beim Säubern des Afters nach dem Toilettengang ihren Weg in die Scheide finden.

Ursachen für die bakterielle Vaginose: Wer ist besonders gefährdet?

Die Zusammensetzung der Scheidenflora ist bei jeder Frau individuell. Deshalb gibt es Frauen, die von Natur aus eher zu Infektionen im Intimbereich neigen als andere. Der Zustand der allgemeinen körperlichen Abwehr scheint ebenfalls eine Rolle dabei zu spielen, wie anfällig eine Frau für Infektionen ist. Besonders lang anhaltender psychischer Stress soll zu den wesentlichen Ursachen der bakteriellen Vaginose zählen.

Außerdem bestimmt das weibliche Sexualhormon Östrogen die Anzahl der Milchsäurebakterien in der Scheide mit. Da dieses Hormon während und kurz nach der monatlichen Blutung niedriger konzentriert ist als sonst, steigt in dieser Zeit auch das Risiko, sich zu infizieren. Und schließlich gerät bei vielen Frauen während der Schwangerschaft die Scheidenflora aus ihrem natürlichen Gleichgewicht. Der Grund dafür ist die Umstellung des Hormonhaushaltes. Dies ist die Ursache dafür, dass die bakterielle Vaginose bei schwangeren Frauen häufiger (7 % bis 22 %) vorkommt als bei nicht schwangeren Frauen (dort wird bei 5 % im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen eine bakterielle Vaginose diagnostiziert).

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Letzte Änderung: 25.01.2017

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Hinweis für Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.
Hinweis für Spray: Enthält Propylenglycol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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