Knoblauch als Hausmittel gegen die bakterielle Vaginose?

Knoblauch ist eine auf der ganzen Welt bekannte und geschätzte Knolle. Seit einiger Zeit befinden sich die kleinen Zehen mit dem charakteristischen Geruch auch in Deutschland auf einem Siegeszug. Zwar gibt es hierzulande immer noch Menschen, die wegen der Ausdünstungen nach dem Verzehr die Nase rümpfen, aber die Fangemeinde der vielseitigen Knolle ist stark gewachsen. Hierzu dürfte auch beigetragen haben, dass der Knoblauch verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen haben soll. Aber eignet er sich auch als Hausmittel gegen die bakterielle Vaginose?

Knoblauch – ein uraltes Wundermittel?

Die Menschen kennen und schätzen Knoblauch schon seit mehreren tausend Jahren. So soll er im Alten Ägypten als Grabbeigabe gedient haben. Die Alten Römer pflanzten angeblich an jedem neuen Ort zuerst Knoblauch an, den sie unter anderem gegen Pilzerkrankungen einsetzten. Und auch in der traditionellen chinesischen Medizin spielt die Knolle als Mittel gegen Kältekrankheiten und gegen energetische Blockaden eine wichtige Rolle. Im Mittelalter wurde Knoblauch gegen Hexen und Vampire sowie gegen Infektionskrankheiten wie die Pest eingesetzt. Ist er wirklich so ein Alleskönner?

Der wichtigste Wirkstoff des Knoblauchs ist Alliin, eine schwefelhaltige Aminosäure, die während des Hackens, Schneidens oder Zerdrückens der Zehe durch ein bestimmtes Enzym in Allicin umgewandelt wird. Allicin bindet freie Radikale und soll fettsenkende Eigenschaften besitzen. Deswegen geht man davon aus, dass es die Fließeigenschaft des Blutes verbessert und dadurch Arteriosklerosen und Bluthochdruck vorbeugen kann. Auch eine Stärkung der Immunabwehr gehört zu den positiven Nebenwirkungen des regelmäßigen Verzehrs von Knoblauch.

Allerdings gibt es keinen Nachweis für die Behauptung, dass Knoblauch Infektionen verhindert oder gar kuriert. Die natürliche antibakterielle Wirkung kann nicht so stark sein, wie mancher es gern hätte.

Knoblauch als angebliches Hausmittel bei bakterieller Vaginose

Genau auf diese angeblich so starke antibiotische Wirkung gründen sich Tipps, Knoblauch gegen die bakterielle Vaginose einzusetzen. Da er an Ort und Stelle wirken soll, muss er in die Scheide eingeführt werden.

Einige Verfechter dieser Methode empfehlen, ganze Zehen zu schälen und dann mit einem spitzen Messer Löcher hineinzustechen, damit das Allicin freigesetzt wird. Die in die Scheide eingeführte Zehe soll etwa alle vier Stunden ausgetauscht werden. Andere Quellen sprechen davon, dass man den Knoblauch erst klein hacken und dann einführen soll. Bei dieser Methode wird, so die Begründung, noch mehr Allicin freigesetzt – was den Aufwand des Entfernens der kleinen Stückchen rechtfertigt. Falls Ihnen die Vorstellung, Knoblauch in Ihre Scheide einzuführen, irgendwie befremdlich vorkommt, trauen Sie ruhig Ihrem Gefühl! Abgesehen davon, dass Knoblauch auch eine gewisse Schärfe besitzt, die die Scheidenschleimhäute reizen kann, ist die Wirksamkeit dieser Methode nicht medizinisch erwiesen. Und wenn die Naturmittel tatsächlich so stark gegen Bakterien wären, hätten wir heute keine modernen Antibiotika.

Jede Frau, die auf dieses vermeintliche Wundermittel setzt, läuft Gefahr, die Infektion zu verschleppen. In der Folge können die Keime aufsteigen und die Eileiter oder die Gebärmutter befallen. Deshalb sollten betroffene Frauen schon bei den ersten Anzeichen in die Apotheke gehen und dort ein wirksames Medikament erwerben.

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Letzte Änderung: 14.06.2017

Pflichtangaben

Canesten® GYN Once Kombi, Canesten® GYN 3-Tage Kombi, Canesten® GYN 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete Kombipackungen: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide und Schamlippen durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien. Anwendungsgebiete 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien.
Hinweis für die Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Canesten® Extra Nagelset
Anwendungsgebiete: Zur nagelablösenden Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel an Händen und Füßen mit gleichzeitiger gegen Pilze gerichteter (antimykotischer) Wirkung.
Hinweis: Enthält Wollwachs. Bitte Packungsbeilage beachten!

Canesten® Extra Creme
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände (einschließlich der Behandlung eines freigelegten Nagelbettes in Folge einer Nagelsubstanz auflösenden Nagelpilztherapie); Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen.

Canesten® Extra Spray
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände; Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen. Hinweis: Das Spray nicht gegen Flammen oder auf glühende Gegenstände sprühen. Von Zündquellen fernhalten – nicht rauchen. Die Spraylösung ist aufgrund des Ethanolgehaltes leichtentzündlich.

Canesten® Creme und Spray
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut (bei Creme zusätzlich: und Schleimhaut), verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere, wie Malassezia furfur, sowie Hautinfektionen durch Corynebacterium minutissimum.
Hinweis für Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.
Hinweis für Spray: Enthält Propylenglycol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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