Füße pflegen: Bewusste Hygiene beugt Pilzerkrankungen vor

Fußmykosen sind die häufigsten Pilzerkrankungen der Haut. Vorbeugende Maßnahmen halten Pilzerreger fern, und die richtige Hygiene im Alltag gibt schädlichen Keimen keine Möglichkeit, sich auszubreiten. Hilfreiche Tipps zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Füße pflegen können, damit Pilze keine Angriffsfläche finden.

Die Gesundheit der Füße ist für das allgemeine Wohlbefinden von entscheidender Bedeutung. Die Wahl des Schuhwerks, individuelle Pflegegewohnheiten und der direkte Kontakt mit potenziellen Gefahrenquellen beim Barfußlaufen sind Faktoren, die unmittelbar auf das physiologische Gleichgewicht der Füße wirken. Zu den häufigsten negativen Folgen von Hygiene- und Pflegefehlern gehören Erkrankungen der Haut. Pilzinfektionen im Bereich der Füße betreffen etwa 22 % der Bevölkerung in Europa und gelten als häufigste Form der Mykose beim Menschen. Umsichtige Hygiene und vorbeugende Maßnahmen helfen, die Füße zu pflegen, und verringern die Gefahr einer Pilzerkrankung.

Pilzerreger sind hartnäckige Überlebens­künstler

Pilze sind in der Umwelt weit verbreitet. Als Mikroorganismen besiedeln sie gemeinsam mit einer Vielzahl anderer nützlicher Keime die menschliche Haut. In der natürlichen Hautflora behaupten sie ihren Lebensraum gegenüber potenziellen Krankheitserregern und sorgen dafür, dass schädliche Keime nicht überhandnehmen. Störungen des mikrobiologischen Gleichgewichts führen zu Fehlbesiedlungen der Hautflora und ermöglichen unter anderem die starke Vermehrung von Pilzerregern. Als Hauptverursacher von Fußmykosen gelten mikroskopisch kleine Fadenpilze (Dermatophyten), die sich bevorzugt in feuchten, warmen und dunklen Umgebungen aufhalten. Ideale Lebensbedingungen finden sie in öffentlichen Schwimmbädern, Saunen und Duschen, aber auch im Teppichflor viel besuchter Hotelzimmer. Von dort aus versuchen sie bei barfußlaufenden Besuchern im wahrsten Sinne des Wortes Fuß zu fassen. Versagen die Abwehrmechanismen der Haut, zum Beispiel durch eine Immunschwäche, können sich die Fadenpilze ungehindert vermehren und eine Infektion verursachen. Die Fußmykose ist ein potenzielles Einfallstor für Pilzerkrankungen in andere Bereiche der Haut und breitet sich unbehandelt bevorzugt auf Fuß- und Fingernägel und in die Leistengegend aus. Über Utensilien wie Socken, Handtücher und Nagelscheren sind Pilzerreger bei mangelnder Hygiene von Mensch zu Mensch übertragbar. Als geschickte Überlebenskünstler überstehen sie problemlos längere Mangelperioden und trotzen erfolgreich großer Hitze, Kälte oder Trockenheit. Um die hartnäckigen Keime loszuwerden, gilt es vorzubeugen, die Füße zu pflegen und Fußmykosen effektiv zu behandeln.

Umsicht schützt vor Hautpilz­erkrankungen

Umsichtige Hygiene verhindert die Ausbreitung von Pilzerregern und bietet den besten Schutz vor Mykosen.

  • Eine saubere und trockene Haut ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Krankheitskeime sich nicht ausbreiten können.
  • Die Pflege mit pH-neutralen Waschlotionen und warmem Wasser reinigt gründlich und schützt gleichzeitig die natürliche Hautflora.
  • Nach dem Duschen oder Baden ist gründliches, aber sanftes Abtrocknen wichtig.
  • Zur allgemeinen Hygiene gehört der tägliche Wechsel von Wäsche und Kleidung.
  • Frische Handtücher, die nicht von Nutzer zu Nutzer wandern, schützen vor Ansteckung und werden nicht zu Wohlfühloasen für Pilzerreger.
  • Sorgfältiges Waschen von Kleidung, Handtüchern und Bettwäsche verringert das Risiko für die Ausbreitung von Pilzinfektionen. Hygiene-Weichspüler mit Anti-Pilz-Wirkung beseitigen die Erreger auch bei niedrigen Waschtemperaturen.

Allgemeine Hygiene bietet Pilzerregern im Alltag die Stirn. Darüber hinaus helfen gezielte Maßnahmen, die Gesundheit der Füße zu schützen, die zu den bevorzugten Angriffspunkten der Keime zählen.

Richtige Fußbekleidung, um Pilzerreger fernzuhalten

Füße kommen besonders leicht in Kontakt mit Pilzerregern. Unkomplizierte Maßnahmen, die sich leicht in den Alltag einbauen lassen, helfen Ihnen, die Füße zu schützen und Mykosen vorzubeugen.

  • Bewegen Sie sich in öffentlichen Schwimmbädern, Duschen, Saunen und Hotelzimmern nicht barfuß. Schützen Sie Ihre Füße mit Badeschuhen, Flip-Flops oder Sandalen.
  • Entsorgen Sie alte Schuhe, insbesondere solche, die Sie lange Zeit beim Sport getragen haben.
  • Benutzen Sie täglich ein Anti-Pilz-Spray oder Puder, bevor Sie in Ihre Schuhe schlüpfen.
  • Ziehen Sie Ihre Schuhe zu Hause aus und geben Sie Ihren Füßen Gelegenheit, an die frische Luft zu gelangen.
  • Tragen Sie möglichst Sandalen oder Schuhe, die aus Naturmaterialien wie Leder oder Tuch gefertigt sind.
  • Wählen Sie Schuhe, die Ihnen gut passen und Ihre Füße und Zehen nicht drücken. Hohe Absätze und ein enger Zehenbereich erhöhen das Risiko für Verletzungen an der empfindlichen Haut um die Fußnägel. Die Schäden beeinträchtigen die Abwehrfähigkeit der Haut und begünstigen das Eindringen von Pilzerregern.
  • Tragen Sie täglich frische Socken, die Sie bei warmen Temperaturen oder nach dem Sport gleich wechseln. Ziehen Sie einmal getragene Socken nicht noch einmal an, ohne sie vorher gewaschen zu haben.
  • Entscheiden Sie sich für Socken aus Naturmaterialien wie Seide, Baumwolle oder Wolle und verzichten Sie auf Kunstfasern.

Füße pflegen, um Hautmykosen vorzubeugen

Mit wenigen, unkomplizierten Handgriffen pflegen Sie die Füße und schützen sie vor zudringlichen Krankheitserregern.

  • Verwenden Sie stets ein eigenes Nagelpflege-Set und tauschen Sie es nicht mit anderen Nutzern aus. So können Sie verhindern, dass Krankheitskeime übertragen werden.
  • Pflegen Sie Ihre Zehennägel sorgfältig – schneiden und feilen Sie den Nagel gerade (nicht rund oder in V-Form) und achten Sie darauf, die empfindliche Haut nicht zu verletzen.
  • Nehmen Sie Ihr eigenes Pflegezubehör ins Nagelstudio mit oder achten Sie darauf, dass Scheren, Feilen & Co. vor Ort gründlich desinfiziert und nicht ungereinigt zwischen Kunden weiterverwendet werden.
  • Benutzen Sie regelmäßig eine Anti-Pilz-Creme, um zu verhindern, dass Pilzerreger in der Nagelregion eindringen.
  • Trocknen Sie Ihre Füße sorgfältig und achten Sie dabei insbesondere auf den Bereich zwischen den Zehen.

Zeigt sich doch einmal eine Pilzinfektion auf der Haut, ist es wichtig, die Heilung zu unterstützen und gleichzeitig die Ausbreitung des Pilzerregers zu verhindern.

Die richtigen Maßnahmen, um Pilzerreger zu bekämpfen

Helfen Sie Ihrer Haut bei der Heilung, wenn ein Pilzerreger sich breitmachen konnte.

  • Halten Sie Ihre Haut trocken.
  • Sorgen Sie für eine gute Belüftung betroffener Stellen.
  • Säubern Sie Ihre Haut regelmäßig, aber achten Sie darauf, sie nicht durch übertriebene Hygiene zu reizen.
  • Tupfen Sie Ihre Haut nach dem Waschen ab, um sie zu trocknen. Verzichten Sie auf kräftiges Reiben, das die ohnehin empfindliche Haut schädigen und den Pilzerreger ausbreiten könnte.

Achten Sie darauf, einer Ausbreitung der Infektion vorzubeugen, indem Sie Ihre Hände stets gründlich waschen. Tauschen Sie Kleidungsstücke, Schuhe, Handtücher, Bettwäsche und Pflegeutensilien nicht zwischen verschiedenen Nutzern aus. Denken Sie daran, für infizierte Hautbereiche ein eigenes Handtuch zu verwenden.

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Letzte Änderung: 25.01.2017

Pflichtangaben

Canesten® GYN Once Kombi, Canesten® GYN 3-Tage Kombi, Canesten® GYN 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete Kombipackungen: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide und Schamlippen durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien. Anwendungsgebiete 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien.
Hinweis für die Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Canesten® Extra Nagelset
Anwendungsgebiete: Zur nagelablösenden Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel an Händen und Füßen mit gleichzeitiger gegen Pilze gerichteter (antimykotischer) Wirkung.
Hinweis: Enthält Wollwachs. Bitte Packungsbeilage beachten!

Canesten® Extra Creme
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände (einschließlich der Behandlung eines freigelegten Nagelbettes in Folge einer Nagelsubstanz auflösenden Nagelpilztherapie); Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen.

Canesten® Extra Spray
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände; Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen. Hinweis: Das Spray nicht gegen Flammen oder auf glühende Gegenstände sprühen. Von Zündquellen fernhalten – nicht rauchen. Die Spraylösung ist aufgrund des Ethanolgehaltes leichtentzündlich.

Canesten® Creme und Spray
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut (bei Creme zusätzlich: und Schleimhaut), verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere, wie Malassezia furfur, sowie Hautinfektionen durch Corynebacterium minutissimum.
Hinweis für Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.
Hinweis für Spray: Enthält Propylenglycol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Bayer Vital GmbH, 51368 Leverkusen, Deutschland