Der Ausbreitung einer Pilzinfektion vorbeugen

Fußpilz, Scheidenpilz oder Soor sind nicht nur unangenehm, sie greifen auch leicht auf andere Körperstellen über. Mit den richtigen Tipps und einfachen Verhaltensregeln können Sie bei einer bestehenden Erkrankung der Ausbreitung einer Pilzinfektion vorbeugen.

Am eigenen Körper eine Pilzerkrankung zu entdecken, ist für jeden Menschen unangenehm. Im ersten Moment stellen Sie sich die Frage nach der richtigen Behandlung der Beschwerden. Nach kurzer Zeit kommt die Sorge vor einer möglichen Übertragung der Pilzinfektion auf andere Körperteile. Einer weiteren Pilzinfektion vorbeugen zu wollen, ist ein vernünftiger Gedanke. Denn Hefepilze der Gattung Candida albicans, die typischen Erreger von Pilzinfektionen, sind bei der Entscheidung für einen Lebensraum nur wenig wählerisch.

Typische Körperregionen für einen Befall mit Candida albicans sind

  • die Füße
  • die Fuß- und seltener die Fingernägel
  • der weibliche Genitalbereich
  • selten die männliche Eichel
  • Hautfalten am Körper, bei Babys als Windelpilz
  • der Mund, die Speiseröhre und der Darm

Dermatophyten (Spross- oder Fadenpilze) befallen besonders leicht

  • feuchte und aufgequollene Haut
  • Druck- und Scheuerstellen und andere Verletzungen der Haut und die Nägel

Mit den richtigen Hygiene­maßnahmen einer weiteren Pilzinfektion vorbeugen

Bei einer Pilzinfektion der Haut, der Nägel oder des Intimbereichs ist der erste Schritt, sofort die passende Behandlung einzuleiten. In der Apotheke erhalten Sie sichere und hochwirksame Präparate, um den Pilz einfach und bequem zu Hause zu bekämpfen. Mit ein wenig Achtsamkeit und den richtigen Hygienemaßnahmen können Sie einer Ausbreitung der Pilzinfektion vorbeugen. Außerdem vermeiden Sie so, andere Familienmitglieder anzustecken. Trocknen Sie nach dem Duschen oder Baden die von Pilz betroffenen Körperstellen zuletzt ab. So verhindern Sie, dass Sie mit dem Handtuch den Pilzerreger auf dem Körper verteilen. Geben Sie das Handtuch nach der Benutzung in die Wäsche. Weder Sie selbst noch Ihre Mitbewohner sollten das Handtuch weiterbenutzen. Bereits mit dieser einfachen Maßnahme beugen Sie der Ausbreitung der Pilzinfektion nachhaltig vor.

Die Wäsche richtig pflegen

Der tägliche Wechsel von Unterwäsche und Socken ist selbstverständlich. Waschen Sie Handtücher, Unterwäsche und Socken, die mit Fuß-, Nagel- oder Scheidenpilz in Berührung gekommen sind, bei Temperaturen von mindestens 60 °C, denn niedrigere Wassertemperaturen überleben die Pilzerreger unbeschadet. Nutzen Sie bevorzugt ein Vollwaschmittel für weiße Wäsche. Die in den Produkten enthaltene Bleiche tötet Pilze, Viren und Bakterien ab. Haben Sie empfindliche Kleidung, die nur bei niedrigen Temperaturen gewaschen werden darf, nutzen Sie einen speziellen Hygienespüler. In der Apotheke erhalten Sie Produkte, die zuverlässig wirken. Denken Sie daran, die Badematte regelmäßig zu wechseln und zu waschen. In der teppichartigen Struktur können Pilzerreger sehr lange überleben. Bei Fuß- und Nagelpilz können Sie der Ausbreitung der Pilzinfektion vorbeugen, indem der Betroffene eine eigene Matte oder ein Handtuch nutzt.

Zu viel Hygiene schadet

Sich jeden Morgen unter die heiße Dusche zu stellen und den Körper kräftig einzuschäumen, ist für die meisten Deutschen eine wohltuende Selbstverständlichkeit. Dabei ist die tägliche Dusche für den Säureschutzmantel der Haut von Nachteil. Die Haut ist das größte Organ des Körpers. Sie schützt vor äußeren Einwirkungen und wehrt schädliche Erreger wie Pilze und Bakterien ab. Der natürliche Schutzmantel der Haut reguliert die Feuchtigkeit der Haut und schützt durch „gute“ Bakterien und den speziellen pH-Wert vor Infektionen. Nur wer stark schwitzt oder eine Tätigkeit ausübt, bei der die Haut mit Schmutz und Schadstoffen belastet wird, sollte täglich duschen. Ansonsten genügt es, alle Hautareale, die zur Schweißbildung neigen, mit Wasser und Seife zu waschen. Das betrifft Hände, Füße, die Achselhöhlen sowie den Intimbereich. Für den Rest des Körpers ist das Abwischen der Haut mit einem feuchten Waschlappen genügend. Diese Art der Körperpflege war für die Großeltern noch normal. Heute empfindet die Mehrheit das als nicht ausreichend. Wenn Sie nicht auf die tägliche Dusche verzichten möchten, nutzen Sie möglichst wenig Duschgel und bevorzugen Sie lauwarmes Wasser. So belasten Sie den natürlichen Schutzfilm Ihrer Haut weniger und können einer Pilzinfektion vorbeugen.

Unterstützen Sie die Abwehrkräfte Ihrer Haut

Bevorzugen Sie für die Hautreinigung Produkte, die als pH-hautneutral gekennzeichnet sind. Der natürliche pH-Wert der Haut liegt mit 5,5 im leicht sauren Bereich. Parfümierte Seifen und Duschgels haben oft einen pH-Wert zwischen 9 und 12. Sie stören das empfindliche Milieu der Haut, die dann Stunden benötigt, um sich zu regenerieren. Das gilt besonders, wenn Sie unter spannender und juckender Haut leiden. Die Scheidenflora der Frau ist noch empfindlicher. Der pH-Wert im weiblichen Intimbereich liegt bei 4,5 oder noch darunter. In dieser sauren Umgebung haben Pilzerreger keine Chance. Spezielle Waschlotionen für die Intimhygiene können der Verbreitung einer Pilzinfektion vorbeugen. Sie sorgen für eine sanfte Reinigung und unterstützen die wichtigen Milchsäurebakterien, die Pilzerreger abwehren. Bevorzugen Sie Kleidung aus reiner Baumwolle. Sie transportiert Schweiß von der Haut weg und unterstützt ein gesundes, trockenes Hautklima.

Mit Bleiche der Ausbreitung einer Pilzinfektion vorbeugen

Einfache Chlorbleiche aus dem Supermarkt, dem Drogeriemarkt oder der Apotheke ist das ideale Reinigungsmittel bei bestehenden Pilzinfektionen. In der feuchten Umgebung des Badezimmers können Pilzerreger lange überlegen. Chlorbleiche als Reinigungsmittel riecht zwar nicht sehr angenehm, aber sie vernichtet zuverlässig Pilzsporen, Bakterien und Viren. Wenn Sie vor der Benutzung von Bleiche säurehaltige Badreiniger wie Essigreiniger angewendet haben, kann die Bleiche nicht richtig wirken. Bei Pilzinfektionen ist Chlorbleiche ein zuverlässiges und günstiges Desinfektionsmittel, mit dem Sie einer Ausbreitung der Pilzinfektion vorbeugen können. Denken Sie an eine ausreichende Belüftung während und nach der Anwendung. Übrigens können Sie das Mittel auch nutzen, um Scheren, Nagelknipser und andere Pflegewerkzeuge zu desinfizieren.

Top

Letzte Änderung: 25.01.2017

Pflichtangaben

Canesten® GYN Once Kombi, Canesten® GYN 3-Tage Kombi, Canesten® GYN 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete Kombipackungen: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide und Schamlippen durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien. Anwendungsgebiete 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien.
Hinweis für die Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Canesten® Extra Nagelset
Anwendungsgebiete: Zur nagelablösenden Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel an Händen und Füßen mit gleichzeitiger gegen Pilze gerichteter (antimykotischer) Wirkung.
Hinweis: Enthält Wollwachs. Bitte Packungsbeilage beachten!

Canesten® Extra Creme
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände (einschließlich der Behandlung eines freigelegten Nagelbettes in Folge einer Nagelsubstanz auflösenden Nagelpilztherapie); Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen.

Canesten® Extra Spray
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände; Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen. Hinweis: Das Spray nicht gegen Flammen oder auf glühende Gegenstände sprühen. Von Zündquellen fernhalten – nicht rauchen. Die Spraylösung ist aufgrund des Ethanolgehaltes leichtentzündlich.

Canesten® Creme und Spray
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut (bei Creme zusätzlich: und Schleimhaut), verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere, wie Malassezia furfur, sowie Hautinfektionen durch Corynebacterium minutissimum.
Hinweis für Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.
Hinweis für Spray: Enthält Propylenglycol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Bayer Vital GmbH, 51368 Leverkusen, Deutschland