Fingernagelpilz bei Kindern: Vorbeugung und Behandlung

Unabhängig vom Alter der Patienten sind die Zehennägel – aufgrund einer wachsenden Zahl von Fußpilzerkrankungen – viel häufiger von Infektionen mit Fadenpilzen (Dermatophyten) betroffen als die Fingernägel. Die freie Universität von Brüssel hat in umfangreichen Untersuchungen zudem festgestellt, dass Nagelpilz (Onychomykose) bei sehr jungen Menschen grundsätzlich seltener vorkommt als bei Erwachsenen. Das liegt unter anderem daran, dass die Nägel bei Kindern schneller wachsen und weniger Verletzungen aufweisen. Auch ein Zusammenhang zwischen Daumenlutschen und Fingernagelpilz konnte, der landläufigen Meinung zum Trotz, nicht belegt werden. Insofern verwundert es nicht, dass Fingernagelpilz bei Kindern ein eher außergewöhnliches Phänomen ist. Die Wissenschaft beobachtet indes eine zunehmende Häufigkeit von Pilzinfektionen im Kindesalter. Verursacht werden sie meist durch Pilzerreger, die von Familienangehörigen in die Hausgemeinschaft eingeschleppt werden. Ungenügend oder gar nicht behandelte Mykosen geben den Pilzen Gelegenheit, sich im Haushalt über Flächen und Gegenstände des täglichen Gebrauchs auszubreiten. Das Spektrum der Pilzerreger, die eine kindliche Onychomykose auslösen können, ist viel größer als bei Erwachsenen. Darüber hinaus weiß man, dass Nagelpilz im Kindesalter nicht durch vorbestehende Erkrankungen begünstigt sein muss: In den meisten Fällen sind Kinder mit starkem Pilzbefall ansonsten vollkommen gesund. Der Schutz der Jüngsten in der Familie hat stets Priorität und verlangt ein ganzheitliches Vorgehen. Effektive Gegenmaßnahmen umfassen umsichtige Vorbeugung, sorgfältige Hygiene und eine wirksame Behandlung, wenn es den Pilzerregern doch einmal gelingt, sich durchzusetzen.

Pilzerkrankungen in der Familie vorbeugen

Ein zunehmend aktives Freizeitverhalten trägt zu einer steigenden Zahl von Pilzerkrankungen bei. Betroffen sind in erster Linie die Füße, die beim Barfußlaufen in öffentlichen Nassräumen, aber auch in strapazierten Sportschuhen dem Kontakt mit Pilzerregern direkt ausgesetzt sind. Meist schleppen Erwachsene die Erreger in die häusliche Gemeinschaft ein. Ein unbeachteter oder unsachgemäß behandelter Fußpilz begünstigt die Ausbreitung der Erreger, und gemeinsam genutzte Haushaltsgegenstände werden zur Quelle der Ansteckung für alle übrigen Familienmitglieder. Zu den Maßnahmen, die einer Pilzinfektion und dem Weitertragen der Keime in die Familie vorbeugen, zählen

  • das Tragen von Badeschuhen in Schwimmbad, Sauna und Hotelzimmern,
  • die Wahl atmungsaktiver Fußbekleidung und
  • die Desinfektion häufig getragener Schuhe mit einem Antipilzmittel.

Auf sorgfältige Pflege und Hygiene achten

Beobachten Sie die Fuß- und Fingernägel Ihres Kindes genau und achten Sie darauf, dass Utensilien zur Nagelpflege nicht bedenkenlos reihum von allen Familienmitgliedern genutzt werden. Gehen Sie bei den Kleinsten mit größter Vorsicht an das Kürzen der Fingernägel heran – Verletzungen können leicht zur Eintrittspforte für unerwünschte Keime werden. Achten Sie auf die sorgfältige Pflege der Wäsche, insbesondere, wenn in der Familie eine Pilzerkrankung aufgetreten ist. Waschen Sie Textilien bei möglichst hohen Temperaturen und benutzen Sie einen Hygiene Wäschespüler, wenn empfindliche Fasern kein heißes Wasser vertragen.

Fingernagelpilz bei Kindern richtig behandeln

Für die lokale Therapie der Onychomykose im Kindesalter sind Medikamente mit einer Wirkstoffkombination aus Harnstoff und dem Antipilzmittel Bifonazol in der Darreichungsform als Creme zugelassen (Bei Säuglingen und Kleinkindern allerdings nur unter ärztlicher Kontrolle). Die örtliche Anwendung als Salbe hat vielfache Vorteile:

  • Der im Präparat enthaltene Harnstoff weicht erkrankte Regionen der Nagelplatte auf, sodass befallene Hornzellschichten nach und nach mit einem Spatel abgetragen werden und gesunde Areale erhalten bleiben können.
  • Das Entfernen der geschädigten Nagelsubstanz schafft die notwendige Voraussetzung dafür, dass das Antimykotikum Bifonazol Pilzerreger erreichen kann, die sich in die vielschichtige Struktur der Nagelplatte und in das Nagelbett zurückgezogen haben.

Vorteil der Wirkstoffkombination ist, dass die erkrankten Nagelteile beim Ablösen durch die gleichzeitige Behandlung mit Bifonazol bereits nicht mehr infektiös sind. Darüber hinaus ist die Therapie weit weniger langwierig als die Anwendung von Nagellacken. Grundsätzlich gilt bei der Selbstbehandlung von Kindern, dass Sie vorher Rücksprache mit dem Arzt halten sollten.

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Letzte Änderung: 14.06.2017

Pflichtangaben

Canesten® GYN Once Kombi, Canesten® GYN 3-Tage Kombi, Canesten® GYN 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete Kombipackungen: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide und Schamlippen durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien. Anwendungsgebiete 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien.
Hinweis für die Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Canesten® Extra Nagelset
Anwendungsgebiete: Zur nagelablösenden Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel an Händen und Füßen mit gleichzeitiger gegen Pilze gerichteter (antimykotischer) Wirkung.
Hinweis: Enthält Wollwachs. Bitte Packungsbeilage beachten!

Canesten® Extra Creme
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände (einschließlich der Behandlung eines freigelegten Nagelbettes in Folge einer Nagelsubstanz auflösenden Nagelpilztherapie); Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen.

Canesten® Extra Spray
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände; Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen. Hinweis: Das Spray nicht gegen Flammen oder auf glühende Gegenstände sprühen. Von Zündquellen fernhalten – nicht rauchen. Die Spraylösung ist aufgrund des Ethanolgehaltes leichtentzündlich.

Canesten® Creme und Spray
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut (bei Creme zusätzlich: und Schleimhaut), verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere, wie Malassezia furfur, sowie Hautinfektionen durch Corynebacterium minutissimum.
Hinweis für Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.
Hinweis für Spray: Enthält Propylenglycol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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