Mittel gegen Nagelpilz: Was hilft wirklich?

Etwa zehn Millionen Menschen in Deutschland haben bereits Erfahrungen mit Nagelpilz gemacht. Die Erreger der Nagelpilzinfektion (Onychomykose), in den meisten Fällen Fadenpilze (Dermatophyten), fühlen sich in einer feucht-warmen Umgebung besonders wohl. Deshalb ist das Risiko einer Ansteckung überall dort besonders groß, wo die entsprechenden Umweltbedingungen herrschen: in Schwimmbädern, Saunen, Sporthallen, Fitnessstudios oder öffentlichen Duschen. Der Pilzbefall macht sich zunächst kaum bemerkbar und verursacht keine Beschwerden. Wenn sich die unschönen Symptome wie ein bröckelnder Nagel deutlicher ausprägen, entsteht für viele Betroffene ein erheblicher Leidensdruck, und sie wünschen sich nur eines: den Pilz möglichst schnell wieder loszuwerden. Die Liste der Mittel gegen Nagelpilz ist lang, und viele versprechen wahre Wunder. Aber was hilft wirklich?

Mittel gegen Nagelpilz – Hausmittel

Auf der Suche nach einem schnell wirksamen Mittel gegen Nagelpilz schauen sich viele Betroffene zunächst im Internet nach Behandlungsmöglichkeiten um. Sie scheuen sich davor, mit einem Arzt oder Apotheker über die Pilzinfektion zu sprechen. Dabei gibt es keinen Grund zur Scham: Jeder Mensch, der sich in den genannten Räumlichkeiten aufhält, kommt dort mit den Erregern in Berührung. Ob sich jedoch tatsächlich eine Onychomykose ausprägt, hängt nicht zuletzt auch vom Immunsystem des Einzelnen ab. Keinesfalls ist der Nagelpilz ein Zeichen für mangelnde Hygiene!

Besonders verlockend ist für viele Infizierte der Gedanke, den Pilz mit Zutaten aus dem Küchenschrank zu bekämpfen. Solcherlei Mittel gegen Nagelpilz sind nicht nur diskret, sondern auch sehr leicht zu beschaffen – und zudem recht kostengünstig. Dies sind die am häufigsten empfohlenen Hausmittel:

  • Essig oder Essigessenz
  • hochprozentiger Alkohol
  • frischer Knoblauch (zum Einreiben)
  • Backpulver (mit Wasser zu einem Brei anrühren)
  • Teebaumöl oder Lavendelöl
  • Zahnpasta
  • Eigenurin (äußerlich und innerlich anzuwenden)

Was taugen diese Mittel gegen Nagelpilz?

Auf die Frage, ob Hausmittel zur Bekämpfung von Nagelpilz geeignet sind, gibt es eine klare Antwort: nein. Für keines dieser vermeintlichen Mittel gegen Nagelpilz ist eine medizinische Wirksamkeit nachgewiesen. Stattdessen kann es zu Entzündungsreaktionen, Allergien und einer weiteren Schädigung der ohnehin angegriffenen Nagelsubstanz kommen. Darüber hinaus können weitere Personen durch Verschleppen der Krankheit infiziert werden.

Mittel gegen Nagelpilz – Nagellack

Ein ebenfalls recht populäres Mittel gegen Nagelpilz sind spezielle Nagellacke. Die Hersteller versprechen vor allem eine bequeme Anwendung. Es gibt sowohl wasserlösliche als auch wasserunlösliche Lacke. Die löslichen Präparate werden einmal täglich aufgetragen und waschen sich im Laufe des Tages allmählich wieder ab. Die unlöslichen Lacke werden in der Regel einmal wöchentlich aufgetragen und nach Ablauf dieser Zeit wieder entfernt.

Nagellacke, die als Mittel gegen Nagelpilz eingesetzt werden, enthalten Pilz bekämpfende Wirkstoffe wie z. B. Amorolfin oder Ciclopirox. Diese sogenannten Antimykotika hemmen das Wachstum der Erreger und drängen dadurch die Pilzinfektion zurück.

Eignen sich Nagellacke als Mittel gegen Nagelpilz?

Die antimykotische Wirksamkeit von Amorolfin und Ciclopirox, den üblichen Wirkstoffen in Lacken gegen Nagelpilz, steht außer Frage. Allerdings ist die Therapie mit einem Nagellack extrem langwierig: Betroffene müssen mit einem Behandlungszeitraum von neun bis zwölf Monaten rechnen. Denn die Nagelpilzerreger befinden sich auch in den winzigen Hohlräumen zwischen den Nagelschichten und im Nagelbett. Der Lack muss erst langsam durch die Nagelplatte hindurchdiffundieren. Die Behandlung ist langwierig und daher ist Therapietreue schwierig, was aber für den Behandlungserfolg wichtig ist.

Mittel gegen Nagelpilz – Tabletten

Neben den äußerlich anzuwendenden Mitteln gegen Nagelpilz gibt es auch die Therapie in Tablettenform. Diese Medikamente enthalten Wirkstoffe wie Terbinafin oder Itraconazol und werden über mehrere Monate eingenommen. Bei hartnäckigen Pilzinfektionen kann auch Fluconazol zum Einsatz kommen, das dann sechs bis zwölf Monate lang eingenommen wird.

Diese Mittel gegen Nagelpilz sind verschreibungspflichtig. Außerdem muss vor der Anwendung der Erregertyp genau bestimmt werden. Es kann zu Nebenwirkungen kommen, vor allem zu Magen-Darm-Beschwerden.

Nagelset und Pilz bekämpfende Creme helfen

Eine schnelle und bequeme Alternative stellt eine Therapie mit dem Canesten Extra Nagelset und der dazu gehörenden Creme dar. Zunächst wird der befallene Nagel 14 Tage lang mit einer harnstoffhaltigen Salbe aus dem Nagelset behandelt. Diese löst nach und nach die infizierte Nagelsubstanz auf, die Sie dann mit einem Spatel abschaben können. Gesunde Nagelbestandteile bleiben dabei erhalten. Anschließend erfolgt vier Wochen lang die Behandlung mit der bifonazolhaltigen Creme, um die Pilzerreger im Nagelbett zu erreichen. Mit diesem Mittel gegen Nagelpilz werden die verbliebenen Erreger zuverlässig bekämpft, und es wächst ein gesunder Nagel nach.

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Letzte Änderung: 25.01.2017

Pflichtangaben

Canesten® GYN Once Kombi, Canesten® GYN 3-Tage Kombi, Canesten® GYN 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete Kombipackungen: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide und Schamlippen durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien. Anwendungsgebiete 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien.
Hinweis für die Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Canesten® Extra Nagelset
Anwendungsgebiete: Zur nagelablösenden Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel an Händen und Füßen mit gleichzeitiger gegen Pilze gerichteter (antimykotischer) Wirkung.
Hinweis: Enthält Wollwachs. Bitte Packungsbeilage beachten!

Canesten® Extra Creme
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände (einschließlich der Behandlung eines freigelegten Nagelbettes in Folge einer Nagelsubstanz auflösenden Nagelpilztherapie); Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen.

Canesten® Extra Spray
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände; Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen. Hinweis: Das Spray nicht gegen Flammen oder auf glühende Gegenstände sprühen. Von Zündquellen fernhalten – nicht rauchen. Die Spraylösung ist aufgrund des Ethanolgehaltes leichtentzündlich.

Canesten® Creme und Spray
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut (bei Creme zusätzlich: und Schleimhaut), verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere, wie Malassezia furfur, sowie Hautinfektionen durch Corynebacterium minutissimum.
Hinweis für Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.
Hinweis für Spray: Enthält Propylenglycol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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