In welchen Fällen sollte man bei Hautpilz zum Arzt gehen?

Entschlossenes Handeln ist die Basis für den Behandlungserfolg bei Hautpilz. Je eher zielgerichtete Abwehrmaßnahmen den Pilzerreger treffen, desto weniger Gelegenheit hat er, sich auf weite Hautareale auszubreiten und sich in schwer zugänglichen Regionen anzusiedeln. Bei klarer Diagnose lässt sich Hautpilz in der Regel im Rahmen einer disziplinierten Selbstbehandlung mit rezeptfreien Mitteln aus der Apotheke bekämpfen. In einigen Fällen ist jedoch medizinischer Rat unerlässlich und ein Arzt sollte zurate gezogen werden.

Ärztlicher Rat bei unklarer Diagnose

Leicht aufgeweichte, gerötete Haut, die weißlich schuppt und juckt, gibt mögliche erste Warnsignale für die Aktivität eines Pilzes. Aus der Perspektive des betroffenen Laien sind Pilzerkrankungen meist nicht unmittelbar von anderen Beeinträchtigungen der Hautoberfläche wie Ekzemen, Schuppenflechte oder bakteriellen Infektionen zu unterscheiden. Weil eine zielgerichtete Behandlung jedoch die genaue Kenntnis der Krankheitsursachen voraussetzt, liegt es in der Verantwortung des Arztes, die Beschwerden abzuklären und die Diagnose zu stellen. Betroffene, die nicht zum ersten Mal an einer Mykose leiden, ihre Symptome richtig zuordnen können und mit den Schritten einer wirksamen Therapie vertraut sind, beginnen ohne Umschweife mit der Selbstbehandlung. Zeigt sich ein ungewohnter Krankheitsverlauf oder treten Symptome erstmals auf, ist medizinischer Rat unerlässlich.

Medizinische Begleitung während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft birgt jede Selbstbehandlung ohne Rücksprache mit dem Arzt Gefahren für die Gesundheit von Mutter und Kind. Der Besuch in der ärztlichen Sprechstunde ist unumgänglich, um die Ursachen der Beschwerden zu ergründen. Nach genauer Erwägung von Nutzen und Risiken entscheidet der Arzt über die geeigneten Arzneimittel, die Wirkstoffmenge und die Behandlungsdauer. Darüber hinaus begleitet er die Therapie engmaschig.

Ärztliche Begleitung für Risikogruppen

Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Tumorleiden sowie Menschen mit einem geschwächten Immunsystem wenden sich bei Veränderungen der Hautbeschaffenheit stets an den Arzt. Darüber hinaus ist die ärztliche Betreuung von Hautpilzerkrankungen im höheren Alter und bei Kindern ein Muss.

Therapie bei weit fortgeschrittenem Pilzbefall

Die örtliche Behandlung einer Pilzerkrankung in Eigenregie führt zum erwünschten Erfolg, wenn der Erreger sich noch nicht weit ausdehnen konnte und betroffene Hautregionen einen begrenzten Umfang haben. Lässt eine wirksame Therapie zu lange auf sich warten, haben die Erreger ausreichend Gelegenheit, sich am Infektionsort auszubreiten und weitere Körperareale in Mitleidenschaft zu ziehen. Pilzinfektionen, die größere Hautbereiche befallen haben, an unterschiedlichen Stellen des Körpers auftreten oder sich trotz vorschriftsmäßiger Anwendung eines lokal wirksamen Antimykotikums nicht zurückziehen, gehören in die Obhut eines Arztes. Er kann durch die Untersuchung einer Hautprobe eine Diagnose stellen und über die geeignete Therapie entscheiden. Wenn die Erkrankung weit fortgeschritten ist, tiefere Hautschichten betroffen sind oder die Gefahr besteht, dass sich der Erreger über die Blutbahn ausbreitet, übernimmt eine systemische Therapie die Bekämpfung des Pilzes aus dem Körperinneren. Der Arzt verschreibt hierzu meist Tabletten zum Einnehmen, möglich ist aber auch die Behandlung mit Infusionen.

Bekämpfung wiederkehrender Mykosen

Pilze zählen zu den Lebenskünstlern unter den Mikroorganismen. Sie breiten sich unter günstigen Bedingungen rasch aus und sind in der Lage, auch bei vorübergehend widrigen Umweltbedingungen erfolgreich zu überdauern. Bei Pilzerkrankungen, die immer wieder aufflammen, obwohl sie zunächst erfolgreich zurückgedrängt schienen, muss der Arzt die Ursachen abklären und möglicherweise nach Schwächen des Immunsystems forschen.

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Letzte Änderung: 14.06.2017

Pflichtangaben

Canesten® GYN Once Kombi, Canesten® GYN 3-Tage Kombi, Canesten® GYN 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete Kombipackungen: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide und Schamlippen durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien. Anwendungsgebiete 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien.
Hinweis für die Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Canesten® Extra Nagelset
Anwendungsgebiete: Zur nagelablösenden Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel an Händen und Füßen mit gleichzeitiger gegen Pilze gerichteter (antimykotischer) Wirkung.
Hinweis: Enthält Wollwachs. Bitte Packungsbeilage beachten!

Canesten® Extra Creme
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände (einschließlich der Behandlung eines freigelegten Nagelbettes in Folge einer Nagelsubstanz auflösenden Nagelpilztherapie); Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen.

Canesten® Extra Spray
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände; Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen. Hinweis: Das Spray nicht gegen Flammen oder auf glühende Gegenstände sprühen. Von Zündquellen fernhalten – nicht rauchen. Die Spraylösung ist aufgrund des Ethanolgehaltes leichtentzündlich.

Canesten® Creme und Spray
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut (bei Creme zusätzlich: und Schleimhaut), verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere, wie Malassezia furfur, sowie Hautinfektionen durch Corynebacterium minutissimum.
Hinweis für Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.
Hinweis für Spray: Enthält Propylenglycol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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