Hilft Salzwasser bei Kindern gegen Fußpilz?

Fußpilz ist eine unangenehme Erkrankung, deren Symptome die Betroffenen viele Nerven kosten: Die infizierte Haut juckt schier unerträglich. Im fortgeschrittenen Stadium kann sie außerdem nässen, schmerzen und unangenehm riechen. Wenn Kinder betroffen sind, ist das besonders schlimm, und als Eltern möchte man alles tun, damit es den Kleinen schnell wieder rundum gut geht. Sogenannte alternative Heilmethoden stehen hierbei besonders hoch im Kurs, schließlich sollen Kinder möglichst nebenwirkungsfrei und sanft behandelt werden. Ein Tipp, der an verschiedenen Stellen immer wieder zu finden ist, ist die Behandlung der Fußpilzinfektion mit Salzwasser. Aber genügt es tatsächlich, mit dem Kind für einige Tage ans Meer zu fahren?

Die "heilenden Kräfte" des Meerwassers – Mythen und Fakten

Das Meer hatte für die Menschen von jeher etwas Geheimnisvolles. Dazu hat neben seiner kaum vorstellbaren Größe auch das Wasser selbst beigetragen, das wir aufgrund seines Salzgehalts nicht trinken können. Diesem Wasser wurden schon in der Antike allerlei heilsame Kräfte zugeschrieben. So soll ein Bad im Meer Wunden heilen, bei Hauterkrankungen helfen, Rheuma lindern und die Beschwerden bei Herzleiden verbessern. In diese Aufzählung reiht sich auch die Behauptung ein, dass einer Fußpilzinfektion bei Kindern mit Meerwasser beizukommen ist. Tatsächlich wird Patienten, die unter einer Schuppenflechte (Psoriasis) leiden, häufig ein Aufenthalt am Meer empfohlen.

Da die Schuppenflechte nicht durch einen mikrobiologischen Erreger ausgelöst wird, sondern durch ein zu schnelles Wachstum der Hautzellen, lassen sich hier durchaus positive Wirkungen beobachten: Die überzähligen Hautzellen werden abgestoßen, die Haut wird insgesamt weich und geschmeidig. Dies erhöht das Wohlbefinden bei vielen Betroffenen erheblich. Hier ist jedoch zu bedenken, dass dabei auch die Sonnenstrahlung eine entscheidende Rolle spielt. Allerdings sind viele weitere der angeblichen Heilkräfte des Meeres entweder nicht nachweisbar oder sogar nachweislich falsch. So haben medizinische Untersuchungen im Jahr 2004 ergeben, dass Meerwasser keinesfalls geeignet ist, um offene Wunden zu behandeln. Denn der Salzgehalt ist selbst im Toten Meer (wo er bei 30 % liegt – in der Ostsee hingegen nur bei 0,5 bis 1,5 %) nicht hoch genug, um eine desinfizierende bzw. antibakterielle Wirkung zu erzielen. Folglich tummeln sich auch im Meerwasser zahlreiche Mikroorganismen, die offene oder bereits nässende Hautstellen zusätzlich infizieren können. Es hat sogar schon einzelne Fälle gegeben, in denen Menschen nach dem Baden im Meer mit offenen Wunden eine schwere Blutvergiftung erlitten.

Gegen Pilze helfen nur Antimykotika

Obwohl Meerwasser bei bestimmten Hauterkrankungen positive Effekte zeigen kann, ist es als Therapie gegen Fußpilz bei Kindern ungeeignet. So schön es wäre, mit einer Pilzerkrankung einfach nur ans Meer zu fahren: Das Salzwasser hilft leider genauso wenig gegen die Erreger des Fußpilzes, wie es Wunden desinfiziert. Die einzig zuverlässige Methode, einen Pilzbefall zurückzudrängen, besteht darin, das Wachstum der Pilze zu stoppen. Dies ist nur möglich, indem in den Zellstoffwechsel eingegriffen wird. Für Salzwasser konnte ein solcher Effekt nicht nachgewiesen werden.

Am effektivsten bekämpfen Sie den Fußpilz bei Ihrem Kind mit einer Creme oder einem Spray, das einen speziellen Antipilzwirkstoff wie z. B. Bifonazol enthält. Einige dieser sogenannten Antimykotika sind auch für Kinder geeignet und rezeptfrei in der Apotheke oder online erhältlich.

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Letzte Änderung: 14.06.2017

Pflichtangaben

Canesten® GYN Once Kombi, Canesten® GYN 3-Tage Kombi, Canesten® GYN 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete Kombipackungen: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide und Schamlippen durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien. Anwendungsgebiete 3-Tage-Therapie Vaginalcreme/ -Vaginaltabletten: Infektiöser Ausfluss, verursacht durch Hefepilze; Entzündungen der Scheide durch Pilze - meist Hefepilze der Gattung Candida - sowie überlagernde Infektionen (Superinfektionen) mit clotrimazolempfindlichen Bakterien.
Hinweis für die Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Canesten® Extra Nagelset
Anwendungsgebiete: Zur nagelablösenden Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel an Händen und Füßen mit gleichzeitiger gegen Pilze gerichteter (antimykotischer) Wirkung.
Hinweis: Enthält Wollwachs. Bitte Packungsbeilage beachten!

Canesten® Extra Creme
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände (einschließlich der Behandlung eines freigelegten Nagelbettes in Folge einer Nagelsubstanz auflösenden Nagelpilztherapie); Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen.

Canesten® Extra Spray
Wirkstoff: Bifonazol
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut, verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere Pilze wie Malassezia furfur, sowie Infektionen durch Corynebacterium minutissimum. Dies können sein z.B. Pilzerkrankungen der Füße und Hände; Pilzerkrankungen der übrigen Körperhaut und Hautfalten; sog. Kleienpilzflechte, verursacht durch Malassezia furfur (Pityriasis versicolor); Erkrankung der Haut, verursacht durch Corynebacterium minutissimum (Erythrasma) und oberflächliche Candidosen. Hinweis: Das Spray nicht gegen Flammen oder auf glühende Gegenstände sprühen. Von Zündquellen fernhalten – nicht rauchen. Die Spraylösung ist aufgrund des Ethanolgehaltes leichtentzündlich.

Canesten® Creme und Spray
Wirkstoff: Clotrimazol
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Mykosen) der Haut (bei Creme zusätzlich: und Schleimhaut), verursacht durch Dermatophyten, Hefen, Schimmelpilze und andere, wie Malassezia furfur, sowie Hautinfektionen durch Corynebacterium minutissimum.
Hinweis für Creme: Enthält Cetylstearylalkohol. Bitte Packungsbeilage beachten.
Hinweis für Spray: Enthält Propylenglycol. Bitte Packungsbeilage beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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