Vaginalpilz in der Partnerschaft

Wenn es darum geht, über Scheidenpilz zu sprechen, darf der Partner natürlich nicht außer Acht gelassen werden. Hier ist die Scham, das Thema offen anzusprechen häufig noch größer als bei der besten Freundin. Denn die Reaktion des Partners ist oft eher misstrauisch denn verständnisvoll. Schnell stehen Begriffe wie Untreue oder mangelnde Hygiene im Raum – selbstverständlich völlig zu Unrecht und allein basierend auf Unwissenheit und Unsicherheit. Trotzdem ziehen sich viele Frauen während einer Vaginalpilz-Infektion vom Partner zurück anstatt über das Thema zu sprechen.

Für einen Rückzug aus Scham besteht aber gar kein Grund. Denn bei einer Vaginalpilz-Infektion handelt es sich weder um eine Geschlechtskrankheit noch um eine Folge mangelnder Hygiene im Intimbereich. Der Erreger der Vaginalmykose, ein Hefepilz, gehört nämlich zur normalen Flora der Scheide, und seine krankhafte Vermehrung kann durch eine Veränderung des Scheidenmilieus, z.B. durch hormonelle Veränderungen, Stress, aber auch durch übertriebene (!) Hygiene, hervorgerufen werden. Daher gilt: „Frau“ holt sich diesen Pilz nicht, „Frau“ hat ihn.

„Kann ich mich anstecken?“, ist eine häufige Frage, die nicht nur Ihren Partner interessiert, sondern auch Sie. Die Antwort: Nein, die Gefahr einer Ansteckung besteht nicht. Beim Geschlechtsverkehr können zwar Pilze aus der Vagina auf das Glied des Partners übertragen werden, sie verursachen in der Regel aber keine Infektion und es treten auch keine Beschwerden auf, da die für das Pilzwachstum begünstigenden Faktoren fehlen. Leidet Ihr Partner allerdings an einer Vorhautverengung, kann dies eine Infektion begünstigen.

Vaginale Pilzinfektionen - ein Tabuthema?

Fest steht, dass sich Hefepilze im feuchten Scheidenmilieu eher vermehren können als an den männlichen Genitalien. Eine Gefahr besteht trotzdem, nämlich die der Neuinfektion für Sie. Verursacht wird diese durch die Pilzerreger, die beim Geschlechtsverkehr wieder mit Ihrem Vaginalbereich in Kontakt kommen (Ping-Pong-Effekt) und so den Behandlungserfolg der Therapie beeinträchtigen können. Aus diesem Grund fühlen sich viele Frauen sicherer, wenn auch der Sexualpartner mitbehandelt wird.

Glücklicherweise gehören Vaginalpilzinfektionen seit einiger Zeit zu den Erkrankungen, die man gut selber behandeln kann. Sagen Sie es Ihrem Partner daher rechtzeitig weiter, wenn Sie eine Vaginalpilzinfektion feststellen. Denn mit der Canesten GYN Kombipackung haben Sie ein geeignetes Präparat auch für die Mitbehandlung Ihres Partners.

Vaginale Pilzinfektionen in einer Partnerschaft