Pilzinfektionen der Zehen- und Fingernägel bezeichnet man kurz als Nagelpilz. Ärzte sprechen auch von einer "Onychomykose". Nagelpilz ist eine ansteckende und ausgesprochen lästige Infektion: Die feste Nagelplatte (siehe Abbildung) dient nämlich nicht nur den empfindlichen Zehen- oder Fingerkuppen, sondern auch den Pilzen als massiver Schutz. Haben sich die Erreger erst einmal im Nagelbereich eingenistet, ist immer eine gründliche Therapie vonnöten, um sie wieder zu vertreiben.
Als Auslöser einer Nagelpilz-Infektion kommen unterschiedliche Pilz-Typen – Fadenpilze, Hefen oder Schimmelpilze – in Frage. Im Allgemeinen sind es dieselben Pilze, die auch als Ursache von Fußpilz und anderen Hautpilzinfektionen bekannt sind. Da Nagelpilz oft aus einer unzureichend behandelten Fußpilz-Infektion entsteht, sind Zehennägel etwa viermal häufiger betroffen als Fingernägel.
Weil Schmerzen und andere stärkere Beschwerden oft lange fehlen, übersehen viele Betroffene den Nagelpilz zunächst. Manche stufen die Veränderungen auch als vorübergehende Erscheinung ein, zum Beispiel als harmlose Verletzung. Sie geben dem Pilz damit ungewollt Zeit, größere Schäden am Nagel anzurichten.
Â
Mit einer Häufigkeit von bis zu 17 Prozent unter Erwachsenen ist Nagelpilz ein generell weit verbreitetes Gesundheitsproblem. In einigen Bevölkerungsgruppen kommt die Infektion sogar noch deutlich öfter vor. Durchblutungsstörungen, wie sie zum Beispiel bei Älteren und Diabetikern häufig sind, stellen ein besonders hohes Fuß- und Nagelpilz-Risiko dar. Besonders sorgsam sollten vor allem folgende Personen auf die Gesundheit ihrer Nägel achten: